29.01.2020 19:38

Coronavirus

ETH verordnet China-Rückkehrern Homeoffice

ETH-Mitarbeitende, die in China waren, müssen eine Woche zu Hause arbeiten. Andere Schweizer Firmen gehen ähnlich vor.

von
juu/les/ann
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Die ETH verordnet ETH-Angehörigen oder neuen Mitarbeitenden, die aus China in die Schweiz zurückkehren, wegen des Coronavirus sieben Tage Homeoffice.

Die ETH verordnet ETH-Angehörigen oder neuen Mitarbeitenden, die aus China in die Schweiz zurückkehren, wegen des Coronavirus sieben Tage Homeoffice.

Keystone/Christian Beutler
Das bayerische Gesundheitsministerium informierte über ersten Coronavirus-Fall in Deutschland. Ein 33-jähriger Firmenangestellter habe sich bei einem chinesischem Gast angesteckt.

Das bayerische Gesundheitsministerium informierte über ersten Coronavirus-Fall in Deutschland. Ein 33-jähriger Firmenangestellter habe sich bei einem chinesischem Gast angesteckt.

Screenshot/NTV
Im Zürcher Triemlispital befanden sich zwei Personen in Quarantäne. Das Coronavirus konnte in der Zwischenzeit bei ihnen ausgeschlossen werden.

Im Zürcher Triemlispital befanden sich zwei Personen in Quarantäne. Das Coronavirus konnte in der Zwischenzeit bei ihnen ausgeschlossen werden.

Keystone/Christian Beutler

Das neuartige Coronavirus beschäftigt auch Schweizer Universitäten. Die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) teilt in einer internen Mail, die am Dienstag verschickt wurde, mit: «ETH-Angehörige oder neue Mitarbeitende, die aus China in die Schweiz zurückkehren beziehungsweise einreisen, sollen zunächst während sieben Tagen für Aufgaben im Homeoffice eingesetzt werden.»

Erst wenn man beschwerdefrei bleibe, könne man zur Arbeit an der ETH zurückkehren. Zudem empfiehlt die Universität, Reisen nach China bei Möglichkeit zu verschieben. Ausserdem weist die ETH auf eine gute Hygiene und regelmässiges Händewaschen hin. Der Kontakt mit kranken Menschen solle vermieden werden werden. Wenn man Grippesymptome habe, solle man zu Hause bleiben.

Prüfungen bei Verdacht verschieben

Auf Anfrage von 20 Minuten erklärte die ETH-Sprecherin Anna Maltsev, die Rückmeldungen auf die Vorsichtsmassnahmen seien allesamt sehr positiv ausgefallen. «Bislang sind keine ETH-Angehörigen betroffen. Wir gehen davon aus, dass es sich, wenn überhaupt, um Einzelfälle handeln wird.» Genaue Zahlen zur Zahl der ETH-Angehörigen, die kürzlich nach China gereist sind, lägen keine vor.

Auswirkungen hat das Virus auch auf die aktuelle Prüfungsphase. «Reiserückkehrern mit gesundheitlichen Beschwerden wird dringend empfohlen, einen Arzt aufzusuchen, ein Arztzeugnis einzureichen und sich von den Prüfungen abzumelden.» Mündliche Prüfungen, die innert acht Tagen nach der Rückkehr aus China stattfänden, sollten auf einen späteren Termin innerhalb der Prüfungssession verschoben werden.

UBS und CS reagieren

Auch international tätige Schweizer Firmen verordnen Home-Office für China-Rückkehrer. «Alle Mitarbeiter, die von einer Reise vom chinesischen Festland zurückkehren, müssen zwei Wochen lang von zu Hause aus arbeiten», teilt die UBS auf Anfrage von 20 Minuten mit. Reisen nach China würden derzeit eingeschränkt.

Ob auch die Credit Suisse für China-Rückkehrer entsprechende Homeoffice-Massnahmen ergreift, liess man auf Anfrage offen. «Die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeitenden hat für uns oberste Priorität. Die Credit Suisse beobachtet weltweite Gesundheitsrisiken aufmerksam und ergreift Massnahmen, um sichere Arbeitsbedingungen für ihre Mitarbeitenden zu gewährleisten», heisst es seitens des Bankunternehmens.

Auch das Pharmaunternehmen Novartis ergreift Massnahmen – jedoch nur für Mitarbeitende in China: «Mitarbeitende sind angewiesen, bis zum 10. Februar von zu Hause aus zu arbeiten.»

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