Aktualisiert 06.02.2008 13:11

EU-Abkommen mit Serbien abgeblasen

Die EU hat wegen des Streits in der serbischen Regierung die für Donnerstag geplante Unterzeichnung eines Übergangsabkommens mit Serbien abgesagt.

«Ich bedauere sehr, dass wir die Unterzeichnung verschieben müssen», sagte EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn am Mittwoch in Brüssel. Das Angebot eines Abkommens über Reise- und Handelserleichterungen für Serbien bleibe jedoch auf dem Tisch.

Er bedauere, dass führende Politiker in Serbien den Vertrag blockierten und damit den Ruf der Bevölkerung nach einer Zukunft in Europa überhörten, sagte Rehn weiter.

Ministerpräsident Vojislav Kostunica hatte es am Dienstag strikt abgelehnt, das Abkommen mit der EU zu unterzeichnen. Der Vertrag solle nur dazu dienen, Serbien zur faktischen Anerkennung einer Unabhängigkeit des Kosovo zu drängen.

Ziel der EU ist es, Serbien enger an die EU zu binden, damit sich das Land nach der Abspaltung des Kosovo nicht von Europa abwendet. Die meisten EU-Länder wollen ein unabhängiges Kosovo anerkennen, das die serbische Regierung strikt ablehnt.

(sda)

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