EU-Aussenminister beraten über Tibet

Aktualisiert

EU-Aussenminister beraten über Tibet

Die EU-Aussenminister kommen am Freitag in Slowenien zu Beratungen über die Lage in Tibet und im Nahen Osten zusammen.

Die slowenische EU-Ratspräsidentschaft will bei dem Treffen in Brdo nahe der Hauptstadt Ljubljana die Rolle Syriens im Nahost-Friedensprozess erörtern. Ein dauerhafter Frieden in der Region sei ohne Unterstützung der umstrittenen syrischen Regierung «undenkbar», schrieb der gastgebende slowenische Aussenminister Dimitrij Rupel an seine Kollegen.

Die Minister werden sich zudem mit der gewaltsamen Unterdrückung der Proteste in Tibet durch China befassen. Einen Boykott der Olympischen Spiele in Peking lehnt die EU bislang ab. Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy behält sich allerdings vor, aus Protest der Eröffnungsfeier fernzubleiben.

Auf der Tagesordnung stehen ausserdem die schwierigen Beziehungen der EU zu Russland. Nach der Aufhebung des russischen Importverbots für Fleisch aus dem EU-Staat Polen zeichnet sich auch im Handelsstreit über polnisches Obst und Gemüse eine Annäherung ab. Dies könnte den Weg für Verhandlungen über ein neues Partnerschaftsabkommen zwischen der EU und Russland freimachen. (dapd)

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