Mit drei weiteren Banken – EU bestraft Credit Suisse wegen illegaler Absprachen
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Mit drei weiteren BankenEU bestraft Credit Suisse wegen illegaler Absprachen

Der UBS wurde auf Grundlage einer Kronzeugenregelung der EU-Kommission eine hohe Geldstrafe vollständig erlassen.

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Die Credit Suisse hat ihren Hauptsitz in Zürich. Zusammen mit der …

Die Credit Suisse hat ihren Hauptsitz in Zürich. Zusammen mit der …

REUTERS
… HSBC, der Hong-Kong-Shanghai-Banking-Corporation, der …

… HSBC, der Hong-Kong-Shanghai-Banking-Corporation, der …

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… Barclays-Bank mit Hauptsitz in London und der …

… Barclays-Bank mit Hauptsitz in London und der …

imago images/ZUMA Wire

Darum gehts

  • Die HSBC erhielt mit rund 174 Millionen Euro die höchste Strafe.

  • Der Credit Suisse wurde eine Strafe in Höhe von rund 83 Millionen Euro aufgebrummt.

  • Der UBS wurde die Strafe gänzlich erlassen.

Bestraft wurden die vier Banken HSBC, Credit Suisse, RBS und Barclays wegen Absprachen zu einem Devisenkassahandelskartell. Der Bank UBS wurde aufgrund der Kronzeugenregelung der EU-Kommission von 2006 eine Geldbusse, die 94 Millionen Euro betragen hätte, vollständig erlassen, «da das Unternehmen die Kommission über die Existenz der Kartelle informiert hatte», wie es in einer Mitteilung der EU-Kommission vom Donnerstag hiess. UBS, Barclays, RBS und HSBC liessen sich den Angaben nach auf einen Vergleich ein.

Die HSBC erhielt mit rund 174 Millionen Euro die höchste Strafe, die Credit Suisse muss etwa 83 Millionen Euro zahlen, Barclays etwa 54 Millionen Euro und RBS rund 32 Millionen Euro. «Der Devisenkassamarkt zählt zu den grössten Finanzmärkten weltweit.

Mit der Abstimmung ihres Verhaltens haben die fünf Banken die Integrität des Finanzsektors auf Kosten der europäischen Wirtschaft und der europäischen Verbraucher untergraben», sagte die für Wettbewerbspolitik zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager laut Mitteilung.

Sensible Informationen und Handelsabsichten wurden ausgetauscht

Die Untersuchung konzentrierte sich den Angaben nach auf den Handel mit G10-Währungen, bei denen es sich laut Mitteilung um die liquidesten und meistgehandelten Währungen weltweit handelt. Die Untersuchung habe ergeben, «dass bestimmte Händler, die für den Devisenkassahandel mit G10-Währungen für Rechnung der mit einer Geldbusse belegten Banken zuständig sind, sensible Informationen und Handelsabsichten austauschten und ihre Handelsstrategien von Zeit zu Zeit über einen professionellen Online-Chatroom mit Namen Sterling Lads koordinierten».

Auf Grundlage dieses Austauschs hätten die Händler «in Kenntnis der Marktsituation» entscheiden können, «ob und wann sie die Währungen, die sie in ihren Portfolios hielten, verkaufen oder kaufen wollten – im Gegensatz zu einer Situation, in der unabhängig voneinander handelnde Händler das mit ihren Entscheidungen verbundene Risiko eingehen». Dadurch hätten die Händler auch feststellen können, wann eine Koordinierung möglich war, etwa dadurch, dass auf Abschlüsse verzichtet wurde, «um die Geschäfte anderer Händler nicht zu beeinträchtigen».

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(dpa/fos)

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