EU bietet drastischen Abbau der Agrarsubventionen an
Aktualisiert

EU bietet drastischen Abbau der Agrarsubventionen an

Die EU-Kommission hat eine Senkung ihrer Agrarsubventionen um rund 46 Prozent angeboten, sollten die Partner in der Welthandelsorganisationen (WTO) zu ähnlichen Schritten bereit sein.

Es wäre die umfangreichste Kürzung in der Geschichte der Europäischen Union. Die Einfuhrzölle sollten demnach um bis zu 60 Prozent sinken und die Beihilfen für Agrarexporte ganz gestrichen werden, sagte EU-Handelskommissar Peter Mandelson am Freitag in Brüssel: «Wir öffnen den Markt und fahren wettbewerbsverzerrende Subventionen herunter.»

Mit dem Angebot will die EU die Gespräche über ein globales Handelsabkommen retten, die im Dezember in Hongkong fortgeführt werden sollen. Allerdings müssten mehrere grosse WTO-Partner - neben den USA nannte Mandelson Brasilien, Indien und Australien - vergleichbare Massnahmen zusagen. Insbesondere Washington müsse über seine bisherigen Angebote hinausgehen, sagte Mandelson.

Der EU-Kommissar betonte, dass er mit dem Kürzungspaket das von den EU-Regierungen erteilte Mandat nicht überschreite. Frankreich hat sich energisch gegen deutliche Subventionskürzungen gewehrt und noch am Donnerstag mit einem Veto gedroht. (dapd)

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