9/11-Verschwörungstheorien: EU empört über Ahmadinedschad-Rede
Aktualisiert

9/11-VerschwörungstheorienEU empört über Ahmadinedschad-Rede

Die Rede des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad vor der UNO-Vollversammlung hat hohe Wellen geschlagen. Die EU kritisiert sie scharf.

Mahmud Ahmadinedschad bleibt seinem Konfrontationskurs treu. (Bild: CNN)

Mahmud Ahmadinedschad bleibt seinem Konfrontationskurs treu. (Bild: CNN)

Die EU hat die Rede des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad vor der UNO-Vollversammlung scharf kritisiert. Die Anschuldigung, die USA seien selbst in die Anschläge vom 11. September 2001 verwickelt, sei «empörend und inakzeptabel». Aus diesem Grund hätten die Delegationen aller 27 EU-Staaten den Saal verlassen, erklärte EU-Aussenministerin Catherine Ashton am Freitag. Ahmadinedschad hatte am Donnerstag bei der Generaldebatte der UNO-Vollversammlung in New York für einen Eklat gesorgt.

Der iranische Präsident zitierte Verschwörungstheorien, wonach die USA selbst in die Anschläge vom 11. September 2001 verwickelt sein sollen. Damit habe das Land seine Wirtschaft wiederbeleben und die Kontrolle über den Nahen Osten verstärken wollen. Zahlreiche westliche Delegationen verliessen daraufhin den Saal.

Mitglieder des Terrornetzwerkes Al Kaida hatten am 11. September 2001 vier Passagierflugzeuge entführt. Zwei steuerten sie ins New Yorker World Trade Center, eines ins US-Verteidigungsministerium in Washington. Eine vierte Maschine stürzte in Pennsylvania ab. Bei den Anschlägen kamen rund 3000 Menschen ums Leben.

Die Rede Ahmadinedschads in New York: (Bei Minute 3 verlassen die USA den Raum)

(sda/dapd)

Diplomat aus Nicaragua tot aufgefunden

Kurz vor seiner geplanten Teilnahme an der UN-Vollversammlung ist ein Diplomat aus Nicaragua in New York ermordet worden. Der 34-Jährige wurde von seinem Fahrer am Donnerstag tot in seiner Wohnung in der Bronx gefunden, wie die Polizei mitteilte. Ihm wurde den Angaben zufolge die Kehle durchgeschnitten. Die Wohnungstür sei angelehnt gewesen, als der Fahrer den Diplomaten abholen wollte. In der Nähe der Leiche sei ein Messer gefunden worden. Über ein mögliches Motiv war zunächst nichts bekannt. Der Diplomat arbeitete seit acht Jahren im Konsulat Nicaraguas in New York.

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