Georgien-Krise: EU entsendet Beobachtermission nach Georgien
Aktualisiert

Georgien-KriseEU entsendet Beobachtermission nach Georgien

Die Aussenminister der 27 EU-Staaten haben am Montag in Brüssel einen Sonderbeauftragten für die Georgien-Krise ernannt. Der französische Diplomat Pierre Morel soll sich um eine Entspannung des Konflikts bemühen.

Morel war bisher Sonderbeauftragter der EU für Zentralasien. Seine wichtigste Aufgabe werde nun sein, die internationalen Verhandlungen über die Krise am 15. Oktober in Genf sowie eine Geberkonferenz in Brüssel vorzubereiten, sagten EU-Diplomaten. Das Datum dieser Konferenz steht noch nicht fest.

Bisher haben etwa 20 EU-Staaten die Bereitschaft erklärt, sich an der Entsendung von mindestens 200 Beobachtern in die bisher von russischen Truppen besetzten «Pufferzonen» in Georgien zu beteiligen. Die unbewaffneten Beobachter, deren Leiter noch nicht bestimmt wurde, sollen am 1. Oktober einsatzbereit sein.

Ein Vorauskommando der EU befinde sich bereits in Georgien, sagten Diplomaten. Weitere Kräfte, die für Büro, Unterkünfte und Fahrzeuge sorgen, würden «in diesen Tagen» entsandt.

In einer Erklärung unterstützen die EU-Aussenminister «die Idee einer internationalen Untersuchung» über die Verantwortung für den Ausbruch der gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Georgien und Russland. Diplomaten sagten, die Aussenminister hätten sich aber noch nicht darauf einigen können, eine solche Untersuchung konkret in Auftrag zu geben. (sda)

Deine Meinung