Aktualisiert 03.05.2006 10:39

EU: Gesprächsstopp mit Serbien wegen Mladic

Die EU hat die Verhandlungen über engere Beziehungen mit Serbien ausgesetzt, weil das Land den mutmasslichen Kriegsverbrecher Ratko Mladic noch immer nicht an das UN-Tribunal in Den Haag ausgeliefert hat.

Das teilte EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn am Mittwoch in Brüssel mit. Er hatte sich zuvor mit der UN-Chefanklägerin Carla del Ponte beraten. Die EU hatte Serbien bis Ende April Zeit gegeben, den bosnisch-serbischen Exgeneral Mladic auszuliefern. Die EU und Serbien verhandeln derzeit über ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen, das als erster Schritt hin zu einem Beitritt gilt. Mladic ist zusammen mit dem früheren bosnisch-serbischen Präsidenten Radovan Karadzic der meistgesuchte mutmassliche Kriegsverbrecher auf dem westlichen Balkan. Beide sollen unter anderem für das Massaker in Srebrenica verantwortlich sein.

(sda)

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