Aktualisiert 23.01.2008 16:08

EU gibt Gas beim Klimaschutz

Mit harten Auflagen für die EU-Mitgliedstaaten will die EU-Kommission die Erderwärmung bremsen.

Die Brüsseler Behörde verabschiedete am Mittwoch ihr umstrittenes Klima- und Energiepaket. Danach soll die Europäische Union bis 2020 knapp ein Fünftel ihres Stroms aus Öko-Quellen wie Sonne, Wind oder Biomasse beziehen. Das ist mehr als doppelt so viel wie bisher.

Zudem müssen die EU-Staaten Massnahmen treffen, damit Verkehr und Bauten weniger zur Klimaerwärmung beitragen. Nach den Brüsseler Plänen soll auch die Industrie künftig für die Verschmutzung der Umwelt bezahlen. Bisher wurden die so genannten CO2-Zertifikate für Industrieanlagen gratis zugeteilt.

Damit will die EU-Kommission das EU-Ziel erreichen, den Treibhausgasausstoss bis 2020 um ein Fünftel im Vergleich zu 1990 zu senken.

Kommissionspräsident José Manuel Barroso sprach vor dem EU-Parlament von einem «historischen Paket». Die EU gehe damit weltweit voran.

Das Paket dürfte die EU nach Barrosos Angaben im Jahr bis zu 0,5 Prozent ihres Bruttoinlandprodukts (BIP) kosten, das entspricht 60 Milliarden Euro - oder rund drei Euro pro Woche für jeden EU-Bürger, wie Barroso unterstrich. Nicht zu handeln würde mehr als zehn Mal so viel kosten, fügte er an.

(sda)

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