Abholzung des Regenwaldes - EU ist laut WWF-Bericht zweitgrösster Waldzerstörer
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Abholzung des RegenwaldesEU ist laut WWF-Bericht zweitgrösster Waldzerstörer

Ein WWF-Bericht zeigt: Die EU ist der zweitgrösste Waldzerstörer weltweit. Am meisten wurde der tropische Wald für die Importe von Soja, Palmöl und Rindfleisch zerstört. Aber auch für Holzprodukte, Kakao und Kaffee.

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Einem Bericht zufolge, ist die EU der zweitgrösste Waldzerstörer der Welt. 

Einem Bericht zufolge, ist die EU der zweitgrösste Waldzerstörer der Welt.

Alexia Mohanadas
16 Prozent der Wälderrodungen gingen auf die EU zurück. 

16 Prozent der Wälderrodungen gingen auf die EU zurück.

Forstbetriebsgemeinschaft Am Blauen
Die EU liege damit auf Platz zwei der «Weltrangliste der Waldzerstörer», hinter China (24 Prozent) und vor Indien (neun Prozent) und den USA (sieben Prozent).

Die EU liege damit auf Platz zwei der «Weltrangliste der Waldzerstörer», hinter China (24 Prozent) und vor Indien (neun Prozent) und den USA (sieben Prozent).

Forstbetriebsgemeinschaft Am Blauen

EU-Importe sind laut einem Bericht der Umweltorganisation WWF für einen grossen Teil der Abholzung von Tropenwäldern verantwortlich. Im Jahr 2017 seien 16 Prozent der weltweiten Zerstörung von Tropenwald im Zusammenhang mit Handel auf EU-Importe zurückgegangen, heisst es in dem am Mittwoch veröffentlichten WWF-Bericht für die Jahre 2005 bis 2017. Die EU liege damit auf Platz zwei der «Weltrangliste der Waldzerstörer», hinter China (24 Prozent) und vor Indien (neun Prozent) und den USA (sieben Prozent).

Am meisten wurde demnach der tropische Wald für Importe von Soja, Palmöl und Rindfleisch zerstört, gefolgt von Holzprodukten, Kakao und Kaffee. In Brasilien, Indonesien und Paraguay wurde für die EU-Importe dem Bericht zufolge am meisten Waldfläche gerodet.

Innerhalb der EU sei Deutschland mit Abstand für die meiste Entwaldung durch Importe verantwortlich gewesen, heisst es in dem Bericht. Durchschnittlich wurden demnach jährlich 43’700 Hektar Wald für deutsche Importe vernichtet. Insgesamt gehen 80 Prozent der Waldzerstörung durch die EU-Importe auf die acht grössten Volkswirtschaften zurück.

Rodung der Wälder verursacht CO2

Die Rodungen hatten laut WWF auch Auswirkungen auf das Klima: Durch die Abholzungen für EU-Importe seien 2017 indirekt 116 Millionen Tonnen CO2-Emissionen verursacht worden, heisst es in dem Bericht. Dies entspreche mehr als einem Viertel der EU-Emissionen aus der Landwirtschaft im selben Jahr.

Insgesamt wurden 2017 1.3 Millionen Hektar Tropenwald für den internationalen Handel abgeholzt – davon 203’000 Hektar für EU-Importe. Zudem wurden weltweit durch die Rodungen 740 Millionen Tonnen CO2 freigesetzt.

Der WWF forderte die Bundesregierung auf, sich bei der EU für ein starkes EU-Gesetz für entwaldungsfreie Lieferketten einzusetzen. «Die Ära der Naturzerstörung muss enden, denn natürliche Ökosysteme wie Wälder sind unsere Lebensversicherung», erklärte Christine Scholl, WWF-Expertin für nachhaltige Lieferketten. «Produkte, die auf dem europäischen Markt landen, dürfen nicht auf Kosten von Natur und Menschenrechten produziert werden.»

Für den Bericht wurden Daten zur Abholzung, unter anderem aus Satellitenbildern, mit Untersuchungen der internationalen Handelsströme verknüpft.

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(AFP)

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