Aktualisiert 08.03.2013 10:06

Wegen BrowserzwangEU knöpft Microsoft 1,2 Milliarden Euro ab

Unfaire Geschäftspraktiken: Die EU verknurrt Microsoft zu einer Geldbusse von 561 Millionen Euro. Bereits 2009 hatte der Software-Riese 659 Millionen bezahlt.

Microsoft muss tief in die Tasche greifen.

Die EU-Kommission hat gegen den Softwarehersteller Microsoft eine Strafe von 561 Millionen Euro verhängt. Hintergrund ist der Vorwurf, Microsoft missbrauche seine Marktmacht, weil es Internet-Browser von Konkurrenten benachteilige.

Die Kommission hatte mit dem Software-Riesen 2009 einen Vergleich geschlossen. Damals musste Microsoft 659 Millionen Euro zahlen. Zugleich versprach das Unternehmen, den Nutzern des Betriebssystems Windows die Option zu geben, einen anderen Browser als den Internet Explorer von Microsoft zu verwenden.

Vereinbarung gebrochen

Doch Microsoft brach die Vereinbarung bei rund 15 Millionen Exemplaren von Windows 7, die vom Mai 2011 bis Juli 2012 installiert wurden. Die Firma hat dies eingeräumt und von einem Fehler gesprochen.

Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia betonte, die Umsetzung solcher ausgehandelter Vergleiche sei sehr wichtig. Dies sei das erste Mal, dass eine solche Vereinbarung von einer Firma gebrochen worden sei. (sda/dapd)

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