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Germanwings-AbsturzEU plant medizinische Pilotendatenbank

Die Europäische Flugsicherheitsbehörde EASA zieht Konsequenzen aus dem Germanwings-Absturz: Der Gesundheitszustand der Piloten soll erfasst werden.

von
chk
Zugriff auf medizinische Informationen erleichtern, aber auch die Privatsphäre respektieren: Piloten im Einsatz. (Archivbild)

Zugriff auf medizinische Informationen erleichtern, aber auch die Privatsphäre respektieren: Piloten im Einsatz. (Archivbild)

Die Europäische Flugsicherheitsbehörde EASA will als Konsequenz aus dem Germanwings-Absturz vor einem halben Jahr bis Ende 2016 eine Datenbank mit Informationen zum Gesundheitszustand von Piloten einrichten. Das Vorhaben fusse auf Empfehlungen einer Arbeitsgruppe, die im Juli bessere psychologische Eignungstests bei neuen Piloten und eine Datenbank mit Details zu Arztbesuchen gefordert habe, teilte die Behörde am Dienstag mit.

Im April hatte der an Depressionen leidende Co-Pilot einer Germanwings-Maschine ein Flugzeug absichtlich über Südfrankreich zum Absturz gebracht. Alle 150 Menschen an Bord starben.

Ziel sei es, den Zugriff auf medizinische Informationen zu erleichtern und gleichzeitig die Privatsphäre der Piloten zu respektieren. Eine Hürde werde aber die unterschiedliche Auffassung zum Datenschutz in den einzelnen Ländern der EU sein. (chk/sda)

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