IBORDERCTRL: EU testet Lügendetektor für Grenzkontrollen
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IBORDERCTRLEU testet Lügendetektor für Grenzkontrollen

Mit einem neuen EU-Projekt sollen die Kontrollen an den Grenzen beschleunigt werden. Passagiere werden dafür mit einer künstlichen Intelligenz überprüft.

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swe
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Bei der Einreise in ein fremdes Land sollten Personen möglichst gründlich überprüft werden. Gleichzeitg sollte der Prozess effizient sein, damit nicht allzu lange Wartezeiten entstehen.

Bei der Einreise in ein fremdes Land sollten Personen möglichst gründlich überprüft werden. Gleichzeitg sollte der Prozess effizient sein, damit nicht allzu lange Wartezeiten entstehen.

Evgeniyshkolenko
Dies ist für die Grenzbeamten zunehmend ein Problem, da jedes Jahr mehr als 700 Millionen Menschen in die Europäische Union einreisen.

Dies ist für die Grenzbeamten zunehmend ein Problem, da jedes Jahr mehr als 700 Millionen Menschen in die Europäische Union einreisen.

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Um die Kontrollen zu beschleunigen, hat die EU in das Projekt «IBORDERCTRL» investiert.

Um die Kontrollen zu beschleunigen, hat die EU in das Projekt «IBORDERCTRL» investiert.

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Mehr als 700 Millionen Menschen reisen jedes Jahr in die Europäische Union. Diese hohe Zahl erschwert es den Grenzbeamten, jede Person gründlich zu überprüfen, ohne dass es dadurch an Grenzübergängen zu längeren Wartezeiten kommt. Abhilfe schaffen könnte ein neuartiges Projekt namens «IBORDERCTRL» , das die EU zurzeit entwickelt.

Es sieht vor, dass Reisende aus Drittländern vor Antritt der Reise online ein Foto ihres Passes sowie des Visums hochladen und belegen, dass sie für die Zeit des Aufenthalts über ausreichend finanzielle Mittel verfügen. Anschliessend müssen sie einem virtuellen Grenzbeamten über eine Webcam verschiedene Fragen beantworten.

Die Software analysiert dabei mithilfe künstlicher Intelligenz winzig kleine Veränderungen der Mimik, um festzustellen, ob jemand lügt. Erscheint jemand auffällig, wird er bei einem späteren Grenzübertritt von regulären EU-Grenzbeamten auf Herz und Nieren geprüft.

Schnellerer Grenzübertritt

Passagiere, bei denen kein erhöhtes Risiko festgestellt wird, dürfen hingegen erleichtert einreisen und werden nur noch oberflächlich geprüft. Sie können einen speziellen QR-Code vorweisen, über den die Grenzbeamten mit mobilen Geräten Informationen über die Reisenden abrufen können.

Noch kann die Technologie nicht als ausgereift bezeichnet werden. «IBORDERCTRL» erreichte in einer frühen Phase nur in 76 Prozent der Fälle ein korrektes Ergebnis. Die Macher gehen davon aus, dass mit Verbesserungen ein Wert von bis zu 85 Prozent erreicht werden kann. Wie Engadget.com berichtet, existieren derzeit jedoch keine Pläne, Personen abzuweisen, die den Vorab-Check nicht bestanden haben. Trotz moderner Technologie gibt es also kurzfristig noch keine Lösung für lange Schlangen bei der Grenzkontrolle.

In einer nächsten Phase wird das System nun in Ungarn, Griechenland und Lettland an Grenzposten getestet. Zu Beginn jedoch nur in einer Art Versuchslabor, um die Beamten an das System heranzuführen. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen dann verschiedene Szenarien unter realistischen Bedingungen getestet werden.

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