Aktualisiert 12.12.2006 09:09

EU-Türkei: Athen und Nikosia zufrieden

Die Regierungen Griechenlands und Zyperns haben sich zufrieden über die Einigung der EU- Aussenminister im Streit um die Beitrittsverhandlungen der Europäischen Union mit der Türkei geäussert.

«Wichtig ist, dass es eine einheitliche und deutliche Nachricht an Ankara seitens der 25 (EU-Staaten) gibt», sagte die griechische Aussenministerin, Dora Bakogianni, im griechischen Fernsehen am Dienstagmorgen.

Die vereinbarten jährlichen Überprüfungen der Türkei seien «ein Revisions-Mechanismus, womit es Kontrollen der Türkei mit Zwischenstopps bis 2009 geben wird». Der zyprische Aussenminister Giorgos Lillikas meinte: «Es gibt das, was wir wollten: Jährliche Kontrollen des Werdegangs der türkischen Anpassung.»

Die EU-Aussenminister hatten am Montagabend die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei in 8 von insgesamt 35 Verhandlungsbereichen ausgesetzt. Ausserdem einigten sich die Minister auf eine Überprüfungsklausel.

Sie setzten der Türkei nicht die ursprünglich von Nikosia und Athen verlangte Frist von 18 Monaten, um die Häfen und Flughäfen für Transporte aus Zypern zu öffnen. Stattdessen soll der Ministerrat in den Jahren 2007 bis 2009 jährlich auf Grundlage der ohnehin von der EU-Kommission erstellten Zwischenberichte über den Stand der Dinge beraten.

(sda)

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