Aktualisiert 19.10.2004 14:49

EU und Coca-Cola einigen sich

Die EU-Kommission und der US- Getränkekonzern Coca-Cola haben ihren Streit über die Vertriebspraktiken des Konzerns in Europa vorläufig beigelegt.

Eine fünfjährige Untersuchung findet damit ihren Abschluss.

Wettbewerbskommissar Mario Monti erklärte am Dienstag in Brüssel, die Zusagen von Coca-Cola seien ausreichend, damit die Kommission die Untersuchung einstellen könne. Coca-Cola-Konzernchef Neville Isdell sagte der Kommission unter anderem Änderungen am Rabattsystem zu.

Monti sagte, mit den Zusagen werde der Wettbewerb verbessert. «Die Konsumenten werden in Gaststätten und Geschäften ein grösseres Angebot vorfinden.» Vor einen endgültigen Entscheidung können nun Konkurrenten und Kunden des Unternehmens noch Bedenken vorbringen.

Coca-Cola verzichtet in der Vereinbarung auf Exklusivverträge mit seinen Abnehmern, wenn diese nicht aus einer öffentlichen Ausschreibung hervorgehen. Der Konzern schafft zudem Mengen- und Zielrabatte ab, um seine Kunden zur Abnahme gleicher oder grösserer Mengen zu bringen.

Auch verzichtet Coca-Cola künftig auf Koppelgeschäfte. Dabei hatte der Konzern Kunden, die seine beliebten Marken Coca-Cola oder Fanta Orange kaufen wollten verpflichtet, auch weniger beliebte Marken wie Sprite oder Vanilla Coke abzunehmen und im Geschäft anzubieten.

Zudem soll es auf die Topmarken keine Rabatte mehr geben, wenn ein Kunde auch weniger beliebte Marken anbietet. Schliesslich sollen Ladeninhaber in ihnen kostenlos von Coca-Cola bereitgestellte Kühlschränke zu einem Fünftel auch Produkte anderer Hersteller füllen können.

(sda)

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