Nach Atomtest: EU verschärft Sanktionen gegen Nordkorea
Aktualisiert

Nach AtomtestEU verschärft Sanktionen gegen Nordkorea

Die Europäische Union hat ihre Restriktionen gegen das Regime in Pjöngjang verschärft. Damit reagiert der Staatenbund auf die jüngsten Atomtests, die das isolierte Land Anfang Februar durchgeführt hat.

Der deutsche Aussenminister Guido Westerwelle kündigt am 18. März 2013 in Brüssel schärfere Sanktionen gegen Nordkorea an.

Der deutsche Aussenminister Guido Westerwelle kündigt am 18. März 2013 in Brüssel schärfere Sanktionen gegen Nordkorea an.

Die EU-Staaten haben aus Protest gegen den jüngsten Atomtest Nordkoreas die bereits bestehenden Sanktionen gegen das isolierte kommunistische Land verschärft. Das beschlossen die EU-Aussenminister am Montag in Brüssel, wie das Sekretariat des Ministerrates mitteilte.

Damit setzt die Europäische Union die in den Vereinten Nationen verabredeten Restriktionen um, mehr noch, sie geht sogar darüber hinaus. Aussenminister Guido Westerwelle sagte, die Bundesregierung habe auf eine Verschärfung der Sanktionen gedrängt. «Das ist die Antwort auf ein Nuklearprogramm, das nicht nur eine Gefährdung der Region bedeutet, sondern auch der Sicherheitsarchitektur weltweit.»

Nordkorea hat weitere Test ins Auge gefasst

Die EU hatte bereits 2006 unter anderem ein Waffenembargo und Einreiseverbote gegen Nordkorea verhängt. Im Finanzsektor etwa sollen nun Anleihekäufe, Kredite oder der Edelmetallhandel verboten werden. Auch wird die Liste der Güter ausgeweitet, die zu Entwicklung und Bau von Atomraketen genutzt werden können. Zudem werden weitere Personen, die mit dem Raketentest in Verbindung stehen, mit einem Einreiseverbot belegt.

Nordkorea hatte am 12. Februar einen Atomsprengsatz unterirdisch getestet und damit weltweit Kritik auf sich gezogen. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte den Test. Wie Reuters aus Kreisen in China erfahren hatte, bereitet das Regime in Pjöngjang weitere Tests vor. Der nächste Atomtest werde mit zehn Kilotonnen TNT eine grössere Sprengkraft haben als der von vergangener Woche. Ziel der Drohungen sei es, die USA zu Gesprächen mit Nordkorea zu zwingen. (sda)

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