Aktualisiert 03.10.2018 11:58

Bis 2030EU will CO2-Ausstoss um 40 Prozent reduzieren

Die EU-Forderung betrifft Emissionen von Neuwagen. Bis 2030 sollen diese massgebend verringert werden.

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Das EU-Parlament will den CO2-Ausstoß von Autos bis 2030 um 40 Prozent reduzieren.

Das EU-Parlament will den CO2-Ausstoß von Autos bis 2030 um 40 Prozent reduzieren.

Martin Gerten
Der am Mittwoch von den Parlamentariern in Strassburg verabschiedete Verordnungsentwurf geht über den Vorschlag der EU-Kommission hinaus, wonach der CO2-Ausstoss bis zum Jahr 2030 um 30 Prozent abgesenkt werden soll. (Archivbild)

Der am Mittwoch von den Parlamentariern in Strassburg verabschiedete Verordnungsentwurf geht über den Vorschlag der EU-Kommission hinaus, wonach der CO2-Ausstoss bis zum Jahr 2030 um 30 Prozent abgesenkt werden soll. (Archivbild)

epa/Patrick Seeger
Dänemark geht bei der Reduktion der Emissionen sogar einen Schritt weiter. Es will den Verkauf von Neuwagen mit Benzin- oder Dieselmotor ab 2030 verbieten.

Dänemark geht bei der Reduktion der Emissionen sogar einen Schritt weiter. Es will den Verkauf von Neuwagen mit Benzin- oder Dieselmotor ab 2030 verbieten.

Franziska Kraufmann

Im Kampf gegen den Klimawandel hat das Europaparlament eine Reduzierung des CO2-Ausstosses von Neuwagen bis 2030 um 40 Prozent gefordert. Den Vorschlag der EU-Kommission, die CO2-Emissionen bis 2030 um lediglich 30 Prozent zu verringern, lehnte das Plenum am Mittwoch als unzureichend ab. Zugleich verlangte das Parlament in Strassburg ein Zwischenziel von 20 Prozent weniger CO2 bis 2025.

Aber auch ehrgeizigere Forderungen der Grünen und des Umweltausschusses fanden keine Mehrheit. Nach dem Votum können nun die Verhandlungen zwischen dem Parlament, den EU-Staaten und der EU-Kommission beginnen.

Autos sauberer machen

Der Verkehrsexperte der sozialdemokratischen Fraktion, Ismail Ertug (SPD), sprach von einem «ausgewogenen Kompromiss». Ziel sei es, Autos und kleine Nutzfahrzeuge sauberer zu machen und gleichzeitig Arbeitsplätze zu sichern. Dazu fordere das Parlament auch, dass Niedrig- oder Nullemissionsfahrzeuge - also Elektro-, Hybrid- oder Gasautos - im Jahr 2020 ein Fünftel der Neuzulassungen ausmachen sollten.

Der Rat der EU-Umweltminister will am kommenden Dienstag seine Position festlegen. Bei der geplanten Neuregelung handelt es sich um eine Verordnung, über die das Europaparlament und der Rat gemeinsam entscheiden. Sie müssen sich daher auf einen Kompromiss einigen. Deutschland unterstützt bisher das 30-Prozent-Ziel der EU-Kommission

Verbot von Diesel und Benziner

Dänemark geht bei der Reduktion der Emissionen sogar einen Schritt weiter. Es will den Verkauf von Neuwagen mit Benzin- oder Dieselmotor ab 2030 verbieten. Das Vorhaben sei ein «klares Signal an die EU, die Automobilindustrie und den Rest der Welt», sagte Ministerpräsident Lars Lökke Rasmussen am Dienstag im Parlament. Dänemark wolle eine Vorreiterrolle einnehmen. Im Kampf gegen den Klimawandel hat sich Kopenhagen zum Ziel gesetzt, bis 2050 auf fossile Energieträger zu verzichten.

Vor Dänemark hatten bereits mehrere andere europäische Länder angekündigt, Autos mit Verbrennungsmotoren von den Strassen zu verbannen. Norwegen will bis 2025 komplett auf Autos mit Elektroantrieb umsteigen. Island hat sich das Jahr 2030 als Zielmarke gesetzt. Frankreich will den Verkauf reiner Benzin- und Dieselfahrzeuge bis Ende 2040 stoppen, während in der Hauptstadt Paris bereits ab 2024 ein Dieselverbot gelten soll.

(afp)

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