Aktualisiert 19.10.2006 19:28

EU will Energieverbrauch drastisch senken

Die EU-Kommission will mehr Energie-Effizienz. Der Energieverbrauch soll bis 2020 um 14 Prozent gegenüber dem jetzigen Stand gesenkt werden. Das hat auch Auswirkungen auf die Schweiz.

Sie präsentierte einen Aktionsplan, um 20 Prozent Energie bis 2020 einzusparen. Geplant ist eine Mischung von freiwilligen und verbindlichen Massnahmen sowie neue Technologien. In Anbetracht einer drohenden unsicheren Energieversorgung will die EU-Kommission die Nachfrage reduzieren.

Insgesamt legte die Kommission über 75 Massnahmen vor. Ins Visier nimmt Brüssel Geräte, Häuser, Autos und auch die Energie-Erzeugung. Das grösste Einsparpotenzial liegt bei den Gebäuden.

Schweiz muss den Ball aufnehmen

Die Schweiz müsse den Ball der EU-Kommission zur Energie-Effizienz aufnehmen, fordert Michael Kaufmann, Vizedirektor des Bundesamtes für Energie (BFE). Der Ständerat verlangte im Oktober als Effizienzziel eine Plafonierung.

Verglichen mit den Plänen der EU-Kommission einer 20-prozentigen Reduktion bis 2020 seien die derzeit in der Schweiz diskutierten Ziele bescheiden, urteilte Kaufmann, der auch Programmleiter von EnergieSchweiz ist. Im Rahmen von EnergieSchweiz sei das BFE daran, eine Strategie auszuarbeiten, welche in der Grössenordnung der Brüsseler Pläne liegten, fügte er an.

Falls die EU die Mindeststandards für Geräte anpasst, wird das auch ohne entsprechende Vorschriften oder Vereinbarungen praktische Auswirkungen für die Schweizer Konsumenten haben. Als Beispiel nannte Kaufmann den Bereich der Unterhaltungselektronik, wo der weitaus grösste Teil der Geräte importiert wird.

(SDA/AP)

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