Aktualisiert 13.02.2009 17:21

Euro-ZoneEU-Wirtschaft schrumpft kräftig

Die Wirtschaft in der Euro-Zone ist im vierten Quartal 2008 so stark geschrumpft wie nie zuvor seit der Gründung des Währungsraums. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) der 16 Länder sank um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorquartal.

Im zweiten und dritten Quartal war die Wirtschaftsleistung noch um je 0,2 Prozent zurückgegangen. Der wirtschaftliche Abschwung hat sich damit zum Jahresende deutlich verstärkt. Zum Vorjahreszeitraum sank das BIP im vierten Quartal um 1,2 Prozent.

Auch in der gesamten EU mit 27 Mitgliedstaaten lag das Minus im Schlussquartal bei 1,5 Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat am Freitag auf Basis vorläufiger Zahlen weiter mitteilte.

«Die Zahlen sind leider nicht wirklich überraschend», sagte die Sprecherin des EU-Wirtschaftskommissars Joaquín Almunia. «Wir stecken in einer weltweiten Krise, und das wird dauern.» Es werde damit gerechnet, dass sich die Lage in der zweiten Jahreshälfte 2009 etwas entspanne.

Der Wirtschaftseinbruch in Europa fällt stärker aus als in den USA. Im Verlauf des vierten Quartals 2008 nahm laut Eurostat das BIP der Vereinigten Staaten um 1,0 Prozent gegenüber dem Vorquartal ab. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sank das BIP in den USA um 0,2 Prozent.

Schlusslicht Deutschland

Bremsklotz des Euro-Raums im vierten Quartal war Deutschland mit einem Rückgang des BIP um 2,1 Prozent. Die grösste Volkswirtschaft des Kontinents ist stark exportorientiert und leidet deshalb besonders an der globalen Wirtschaftskrise.

Frankreich verzeichnete im vierten Quartal ein BIP-Minus von 1,2 Prozent, Spanien von 1,0 Prozent und Italien von 1,8 Prozent.

Bescheidenes Wachstum im 2008

Für das Gesamtjahr 2008 ergab sich laut Eurostat eine Wachstumsrate von 0,7 Prozent für die Euro-Zone und von 0,9 Prozent in der gesamten EU. (sda)

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