Demos in Syrien: «Euer Schweigen tötet uns»

Aktualisiert

Demos in Syrien«Euer Schweigen tötet uns»

In Syrien kämpft die Opposition weiter für ihre Rechte. Bei erneuten Demonstrationen fordern sie andere arabische Staaten zur Mithilfe im Kampf gegen die Unterdrückung auf.

Zehntausende Menschen sind am Freitag in ganz Syrien unter dem Motto «Euer Schweigen tötet uns» auf die Strasse gegangen. Sie protestierten gegen die brutale Unterdrückung der Opposition durch die syrischen Sicherheitskräfte und gegen die Passivität anderer arabischer Länder.

Die Bereitschaftspolizei setzte an vielen Orten scharfe Munition und Tränengas ein. Die Menschenrechtsgruppe SOHR berichtete von vier getöteten Demonstranten. Die lokalen Koordinationskomitees, die die Proteste dokumentieren, sprachen von zehn Toten.

In den über das Internet verbreiteten Aufrufen zu den Kundgebungen am Freitag hiess es: «Wir verurteilen das arabische Schweigen zu den Vorgängen in Syrien.» Allein in Idlib im Nordwesten des Landes demonstrierten 15 000, in der zentralen Stadt Homs 10 000 Menschen, meldeten Aktivisten.

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Kritik an der Arabischen Liga

Immer wieder gehen die Menschen in Syrien freitags auf die Strasse, um den Rücktritt des Regimes von Präsident Baschar al-Assad zu fordern. Oppositionelle und Aktivisten sind zunehmend enttäuscht darüber, dass andere arabische Länder und ihre Dachorganisation, die Arabische Liga, nicht entschiedener gegen das Assad-Regime vorgehen.

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Ebenfalls am Freitag wurde nach Angaben des Staatsfernsehens im Westen von Syrien eine Ölpipeline bei einer Bombenexplosion beschädigt. Der Regierungssender sprach von einem terroristischen Akt, der von Saboteuren ausgeführt worden sei. (sda)

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