Eugen bekommt den Schweizer «Oscar»
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Eugen bekommt den Schweizer «Oscar»

Der Kinohit des Jahres 2005 «Mein Name ist Eugen» wurde an den 41. Solothurner Filmtagen als bester Schweizer Film ausgezeichnet. Den Preis für den besten Hauptdarsteller erhielt Sens-Unik-Rapper Carlos Leal für seine Rolle in «Snow White».

Zur Zeit ist Regisseur Michael Steiner mit seinem Doku-Thriller «Grounding» in den Schlagzeilen. An den Solothurner Filmtagen stand gestern aber ein anderer Film von ihm im Zentrum: die Komödie «Mein Name ist Eugen». Sie wurde zum besten Spielfilm 2005 gekürt – vor «Snow White» oder «Fragile».

Als bester Schauspieler erkor die siebenköpfige Jury unter der Leitung von Oscar-Preisträger Pietro Scalia «Snow White»-Darsteller Carlos Leal. Der ehemalige Sänger der Hip-Hop-Formation Sens Unik überzeugte im Drama «Snow White» in der Rolle des Musikers Paco.

An eine Frau ging der Preis für die beste Nebenrolle: Marthe Keller holte sich eine Trophäe für die Leistung im Drama «Fragile» ab. Auch in die Kränze kamen der Dokumentarfilm «Exit, das Recht zu sterben» von Fernand Melgar und «Terra incognita» von Peter Volkart.

Der Schweizer Filmpreis wird vom Eidgenössischen Departement des Innern und verschiedenen Partnern vergeben. Der beste Spiel- und Dokumentarfilm erhalten ein Preisgeld von je 60000 Franken, die beste Hauptrolle und beste Nebenrolle erhalten eine Prämie von 15000 Franken.

Claudia Schlup

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