Euro 08 beschert Läden liberalisierte Öffnungszeiten

Aktualisiert

Euro 08 beschert Läden liberalisierte Öffnungszeiten

Während der Fussball-EM wird die Schweiz zum Shopping-Paradies. Sonntagsarbeit und Abendverkauf werden erlaubt. Doch die Zürcher sind skeptisch.

Fussball überwindet Grenzen – und während der Euro 08 in der Schweiz sogar bürokratische Schranken. Nun hat das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) das heisse Eisen Sonntags- und Abendverkauf angepackt: «Vom 7. bis zum 28. Juni entfällt die Bewilligungspflicht», sagt Christiane Aeschmann, Leiterin Arbeitnehmerschutz beim Seco, auf Anfrage. Die Geschäfte dürften theoretisch an vier Sonntagen und unter der Woche von 7 bis 24 Uhr geöffnet haben – und zwar nicht nur rund um die Austragungsorte, sondern auch dort, wo Spiele auf Grossleinwände übertragen werden. Aeschmann: «Definitive Bewilligungen erteilen die lokalen Behörden.» Beim Amt für Wirtschaft und Arbeit Kanton Zürich ist man «sehr froh» um diese einheitliche Regelung: «Wir werden uns an die Empfehlung des Seco halten», sagt Bereichsleiter Peter Meier.

Bei der Cityvereinigung Zürich will man wegen der liberalen Ladenöffnungszeiten nicht in Euphorie ausbrechen: «Sonntagsverkäufe lohnen sich nur bei ganz interessanten Spielen», sagt Geschäftsführer Andreas Zürcher. Man werde erst im Dezember definitiv entscheiden.

Alexandra Roder

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