Euro-08-Trittbrettfahrer: Broschüre verärgert Uefa
Aktualisiert

Euro-08-Trittbrettfahrer: Broschüre verärgert Uefa

Eine Luzerner
Professorin hilft Firmen,
ohne offizielle Lizenz
von der Euro 08 zu
profitieren. Die Uefa
findet das Schmarotzer-
Marketing unfair.

von
David Huber

Viele Unternehmen wollen mit inoffiziellen Euro-08-Aktivitäten und -Produkten Geld verdienen – die Uefa geht gegen dieses so genannte Ambush-Marketing hart vor. Eine neue Broschüre soll den Unternehmen nun helfen, den Marketingeffekt von Grossanlässen zu nutzen, ohne die Rechte der Veranstalter zu verletzen. Daran mitgearbeitet hat auch Uta Jüttner, Professorin an der Luzerner Hochschule für Wirtschaft: «Wir möchten Unternehmen unterstützen, die legalen Werbemöglichkeiten während der Euro auszuschöpfen.» Anhand einer Checkliste können Firmen prüfen, ob ihre Werbeaktivitäten sinnvoll und legal sind. Tabu sind dabei die Maskottchen, die Logos, der Pokal und die Begriffe Euro 2008, EM 2008 und Uefa. «Gegen eine Hopp-Schwiiz-Wurst kann die Uefa rechtlich jedoch nichts unternehmen», sagt Jüttner.

Die bisherigen Reaktionen auf die Broschüre sind positiv. Die Uefa allerdings hat am Ambush-Marketing keine Freude. «Wir finden das unfair und haben uns schon bei über 300 Trittbrettfahrern gemeldet», sagt Sprecherin Pascale Vögeli.

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