Euro 2008: Stadien mit Zäunen
Aktualisiert

Euro 2008: Stadien mit Zäunen

Auch die Fussball-EM wird von Hooligans heimgesucht werden. Bilder wie vergangenes Wochenende in Basel möchte Martin Kallen, der Chef der EURO 08, aber nicht sehen. Mit Zäunen will er die Krawallmacher von den Stadien fernhalten.

Das Konzept sehe drei Sicherheitsringe um die Stadien vor, sagte Kallen in einem Interview mit der «SonntagsZeitung». Beim ersten Duchgang, rund 300 Meter vor dem Stadion, sollen Leute ohne Ticket aufgehalten werden. Bei einem weiteren Zaun werden die Zuschauer durchsucht, und schliesslich wird das Ticket auf die Echtheit überprüft.

Die Kontrollen beginnen laut Kallen jedoch viel früher. Personendaten würden bereits beim Ticketverkauf gesammelt und von der EURO-Sicherheitszentrale der Polizei in Bern mit Datenbanken in den 16 teilnehmenden Ländern abgeglichen. So könnten potenzielle Gewättäter zurückgehalten werden, etwa indem Busse mit Fans umgeleitet würden.

Auch die Aufhebung des Nachtflugverbots werde derzeit diskutiert, Gespräche mit dem Bund seien im Gang, sagte Kallen. Ziel wäre es, die Fans nach den Spielen so rasch wie möglich wieder ausser Landes zu schaffen und so die Polizei zu entlasten.

Auf Zäune in den Stadien möchte Kallen dagegen verzichten: «Sie fördern das Aggressionspotenzial und verhindern im Notfall die Flucht auf den Rasen», sagte er. Stattdessen würden in den Stadien Security-Leute eingesetzt, bis zu 1000 pro Spiel.

(si)

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