Euro: Ärger bei Velofahrern über strenge Polizeipraxis
Aktualisiert

Euro: Ärger bei Velofahrern über strenge Polizeipraxis

Die Basler Polizei hat seit Beginn der Euro schon über 1700 Zweiräder eingesammelt. Viele Velofahrer haben dafür kein Verständnis.

von
Jonas Hoskyn

Seit Beginn der Euro sammeln zwei Teams der Basler Polizei fast im Akkord falsch parkierte Velos ein. «Alle Velos, die nicht in einem markierten Parkplatz stehen, müssen wir verschieben», sagt Daniel Bär von der Abteilung Verkehr. Mittlerweile sind es schon über 1700 – fast 150 pro Tag. Die Velos kommen in den Rappoltshof oder auf den Birsigparkplatz. Dort können sie gratis wieder abgeholt werden. Recherchen vor Ort zeigen allerdings: Der Grossteil bleibt dort stehen – die Besitzer melden sich (noch) nicht.

Mittlerweile wird Kritik am Verkehrsregime der Polizei laut. «Es gibt viel weniger Plätze, als ich dachte», sagt Kathrin Schweizer von Pro Velo. Ihr Verständnis für die Aktion ist mittlerweile gesunken: «Die Polizisten könnten ruhig ein bisschen kulanter sein.» Teilweise würden Velos vor den Augen der Besitzer aufgeladen. Und auch wenn ein Velo nur knapp falsch steht, kennen die Polizisten keine Gnade: «Das ist wie im Fussball: Über der Linie ist halt draussen», so Bär. «Sonst haben wir bald ein Chaos.»

Doch auch für die betroffenen Polizisten ist die Arbeit nicht lustig: Die Velofahrer zeigen kaum Verständnis, teilweise komme es gar zu üblen Beschimpfungen.

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