Erstmals seit acht Monaten: Euro fällt unter 1.44 Dollar
Aktualisiert

Erstmals seit acht MonatenEuro fällt unter 1.44 Dollar

Schwache europäische Konjunkturdaten haben am Mittwoch den Euro gegenüber dem Dollar unter Druck gebracht. Gegenüber dem Franken zog die US-Devise vorübergehend über die Marke von 1,11 Franken an.

Vor allem neue Daten über die Entwicklung im Detailhandel entfachten weitere Sorgen im Hinblick auf eine Rezession in der Eurozone und belasteten entsprechend die Einheitswährung, die erstmals seit Januar unter 1,44 Dollar gedrückt wurde.

Dagegen machten Händler mehrere Dollar-günstige Daten und Faktoren aus. Dazu zählte der weiter leicht sinkende Ölpreis, der der gedrückten US-Konjunktur Entlastung verschaffen sollte.

Einen Schub erhielt die US-Devise auch von der Juli- Auftragsstatistik. Die amerikanischen Industriebetriebe erhielten im Juli überraschend viele neue Aufträge. Die eingegangenen Bestellungen stiegen im Vergleich zum Vormonat um 1,3 Prozent nach einem Plus von revidiert 2,1 Prozent im Juni.

Nach Ansicht von Devisenanalysten wechseln internationale Investoren mehr und mehr in den Dollar, da sie der Überzeugung seien, dass die US-Wirtschaft weiter im Konjunkturzyklus und einer Erholung näher sei als andere Volkswirtschaften, denen der Abschwung erst noch bevorstehe.

Ein wenig gegen den Dollar sprach dann der schwache Auftakt an der US-Börse, wo dann wieder Sorgen um die US-Wirtschaft und die krisengeschüttelte Investmentbank Lehman Brothers eine Rolle spielten. Am Donnerstag stehen Zinssitzungen bei der Europäischen Zentralbank und der Bank von England an. (sda)

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