Tiefer Fall: Euro kostet noch 1.1298 Franken

Aktualisiert

Tiefer FallEuro kostet noch 1.1298 Franken

Die Gemeinschaftswährung fällt immer tiefer. Am Freitag hat die EU-Währung die Marke von 1.13 Franken durchbrochen. Der Euro war am Tiefpunkt noch exakt 1.1298 wert.

von
sas
Er fällt und fällt und fällt: Der Euro sinkt immer weiter in Richtung Parität zum Franken.

Er fällt und fällt und fällt: Der Euro sinkt immer weiter in Richtung Parität zum Franken.

Schon wieder ein neues Rekordtief: Die Gemeinschaftswährung ist am Freitagmittag erstmals unter den Wert von 1.13 Franken getaucht. Der Tiefststand betrug gemäss der Online-Handelsplattform Swissquote 1.1298 Franken. Die Frankenstärke wirkte sich auch aufs Verhältnis zum Dollar aus: Die US-Währung fiel zwischenzeitlich auf einen neuen Tiefststand von 78.532 Rappen.

Druck auf den Euro übte insbesondere die Nachricht der Rating-Agentur Moody's aus, man wolle die Kreditwürdigkeit Spaniens herabstufen. Innert kurzer Zeit tauchte der Euro deswegen von 1.1480 auf unter die wichtige Marke von 1.14 Franken und durchbrach gegen Abendd sogar den Wert von 1.13 Franken.

US-Schuldenstreit belastet

Für Verunsicherung sorgt weiterhin der Streit um die US-Schuldenobergrenze. Vereinzelte Beobachter halten angesichts der verhärteten Positionen eine Einigung für zunehmend unwahrscheinlich und beginnen das eigentlich Undenkbare – den US-Bankrott – in Betracht zu ziehen. Bis zum 2. August muss sich der US-Kongress zu einer Lösung durchringen, sonst droht die Zahlungsunfähigkeit.

Der US-Schuldenstreit und die Euro-Schuldenkrise liessen auch den Schweizer Leitindex einbrechen. Der SMI (Swiss Market Index) fiel im Verlauf des Vormittags auf 5773.24 Punkte, den tiefsten Stand seit rund zwei Jahren.

Negativ ausgewirkt haben sich auch die jüngsten Zahlen zur US-Wirtschaft, die sich im zweiten Quartal überraschend schwach entwickelte. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der weltgrössten Volkswirtschaft stieg von April bis Juni mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 1,3 Prozent, wie das Handelsministerium am Freitag bekanntgab. Analysten hatten für das zweite Quartal im Schnitt mit einem annualisierten Anstieg von 1,8 Prozent gerechnet.

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