Euro setzt Rekordjagd fort
Aktualisiert

Euro setzt Rekordjagd fort

Der Euro hat am Montag erneut einen Rekordstand erreicht. Im frühen Handel kostete die europäische Gemeinschaftswährung in der Spitze 1.4130 Dollar. Und der Euro-Höhenflug ist kaum zu bremsen.

Damit ist der Euro so teuer wie noch nie seit seiner Einführung an den Finanzmärkten im Jahr 1999.

Am späten Vormittag pendelte der Euro dann um 1.4100 Dollar. Der seit vergangener Woche andauernde Höhenflug des Euro geht damit auch jenseits der 1.40 Dollar-Marke weiter.

«Solange es keine Nachrichten gibt, die den Dollar nachhaltig stützen, so lange gibt es kein Halten für den Euro», erklärte ein Händler in Frankfurt.

Zur Schweizer Währung wurde der Euro am Montagmorgen bei 1.6510 Franken gehandelt; der Dollar notierte mit 1.1702 Franken.

Zinsvorsprung schmilzt

Der Sprung über 1.40 Dollar war in der vergangenen Woche von einem überraschend kräftigen Zinsschritt der US-Notenbank Fed ausgelöst worden. Diese hatte den Leitzins wegen der Hypotheken- und Kreditkrise um 50 Basispunkte auf 4,75 Prozent gesenkt.

Damit schmilzt der Zinsvorsprung des Dollar zum Euro - in der Euro-Zone liegt der Leitzins aktuell bei 4 Prozent. Anlagen in Dollar werden also für die Investoren tendenziell weniger attraktiv.

Weitere Zinssenkungen?

Ausserdem kursieren Spekulationen, die Fed könnte die Zinsen noch weiter senken, um die Auswirkungen der Kreditkrise für die Banken und die Konsumenten in den USA abzumildern und für billigeres Geld zu sorgen.

«Solange es diese Zinsspekulationen gibt, bleibt der Dollar unter Druck», sagte ein Analyst. Seit Anfang September ist der Dollar im Verhältnis zum Euro um 6 Euro-Cent gefallen. (sda)

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