Münsingen BE – Beinahe-Katastrophe am Bahnhof – Eurocity reisst Stromleitungen nieder
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Münsingen BEBeinahe-Katastrophe am Bahnhof – Eurocity reisst Stromleitungen nieder

Eine Fahrleitungsstörung sorgte am Dienstagnachmittag in Münsingen BE für einen gefährlichen Schockmoment bei den Passagieren. Der Bahnbetrieb ist eingeschränkt.

von
Lucas Orellano
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Eine defekte Stromleitung sorgte am Dienstag für ein Pendlerchaos am Bahnhof Münsingen.

Eine defekte Stromleitung sorgte am Dienstag für ein Pendlerchaos am Bahnhof Münsingen.

20min/Simon Glauser
Eine Fahrleitung löste sich, stürzte auf einen Eurocity hinunter.

Eine Fahrleitung löste sich, stürzte auf einen Eurocity hinunter.

20min/Simon Glauser
Und danach weiter auf den Schotter am Gleis – und ein Perron, auf dem sich Reisende befanden.

Und danach weiter auf den Schotter am Gleis – und ein Perron, auf dem sich Reisende befanden.

20min/Simon Glauser

Darum gehts

  • Reisende am Bahnhof Münsingen kamen am Dienstagnachmittag mit dem Schrecken davon.

  • Eine Fahrleitung löste sich, stürzte auf einen Eurocity hinunter und danach weiter auf das Perron und auf den Schotter am Gleis.

  • Die Passagiere im Zug konnten nach dem Eintreffen von Fachleuten aus dem Zug evakuiert werden.

Am Bahnhof von Münsingen BE kam es am Dienstagnachmittag zu einer Beinahe-Katastrophe. «Es gab zweimal einen grossen Knall, danach fiel die Fahrleitung unter Funkengestiebe herunter und traf beinahe Passanten», berichtet ein Leser, der auf dem Perron auf die S1 in Richtung Bern gewartet hatte. «Wir mussten die Flucht ergreifen.»

«Was danach genau passiert ist, habe ich nicht mehr gesehen», so der Leser weiter. «Ich hatte den Eindruck, dass beim ersten Knall bereits alle weggerannt sind und darum nichts passiert ist, als die Fahrleitung herunterkam.»

Die SBB bestätigt einen entsprechenden Vorfall. «Der Eurocity von Mailand nach Frankfurt hat die Fahrleitung heruntergerissen», heisst es auf Anfrage von 20 Minuten. Was zum Defekt geführt hat, ist am Dienstagnachmittag noch nicht klar. «Entweder war es ein Problem an der Fahrleitung oder am Stromabnehmer des Zuges», sagt ein Mediensprecher.

Die Personen, die sich auf dem Perron befanden, haben nach Angaben der SBB richtig reagiert und sich in Sicherheit gebracht. Nach dem Vorfall sorgte auf dem Bahnhof anwesendes Personal dafür, dass sich niemand mehr auf dem Perron aufhielt.

Die 150 Reisenden im Zug mussten ausharren, bis Expertinnen und Experten vor Ort waren, und konnten den Zug danach verlassen.

Gemäss SBB-Railservice ist die betroffene Strecke zwischen Bern und Thun am Dienstagnachmittag bis Betriebsschluss um 2 Uhr eingeschränkt. Es ist mit Verspätungen, Zugausfällen und Umleitungen zu rechnen. Betroffen sind die Folgenden Linien: IC6, IC8, IC61, EC, RE (BLS), S1 (BLS), R (BLS), S3 (BLS), S4 (BLS), S31 (BLS) und S44 (BLS). Bahnersatzbusse sind organisiert, es ist aber mit Wartezeiten zu rechnen.

Ab Mittwochmorgen sollen die Züge wieder planmässig verkehren können.

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