Dank Pitbull und BEP: Eurodance ist zurück
Aktualisiert

Dank Pitbull und BEPEurodance ist zurück

Kein anderer Musikstil geniesst so einen schlechten Ruf wie Eurodance. Doch auf einmal ist er zurück in den Charts – importiert aus den USA.

von
Niklaus Riegg

Billigste Technobeats, mittelmässige Rapper und poppige Ohrwurm-Refrains garniert mit einem Schuss Exotik – mit diesem Rezept dominierten Mitte der Neunziger-Jahre Eurodance-Künstler wie Culture Beat, Dr. Alban oder Mr. President die Charts. Seitdem lag der Kirmes­techno auf der Müllhalde der Musikgeschichte. Bis jetzt: Mit «I Know You Want Me» hat Pitbull einen Hit gelandet. Das Rezept ist altbekannt: Eurodance.

«Ich habe nie verstanden, warum Eurodance bei euch so einen schlechten Ruf hat», erzählt Pitbull im Interview mit 20 Minuten. Denn: «Das ist die beste Partymusik!» Laut dem US-Kubaner gibt es seit einigen Monaten in Florida ein regelrechtes ­Chilbitechno-Revival – und Pitbull will dieses jetzt in die Welt hinaustragen. Doch er ist nicht der einzige, der mit Eurodance mächtig Kasse macht: Die Black Eyed Peas mischen ihren poppigen Rap neu mit etwas Trance – und klingen jetzt wie einst Haddaway und Captain Hollywood.

Angesichts des Erfolgs von Pitbull und den Peas droht eine Eurodance-Welle auf uns zuzurollen: «I Know You Want Me» schaffte es in über 20 Ländern in die Top 10. Und das neue Album der Black Eyed Peas verkaufte sich weltweit über eine Million Mal.

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