Märkte: Eurokrise und US-Bonität belasten Börse
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MärkteEurokrise und US-Bonität belasten Börse

Der negative Ausblick der Ratingagentur S&P für die USA macht den Händlern Sorgen: Der Schweizer Aktienmarkt ist am Montag mit deutlichen Verlusten aus dem Handel gegangen.

Unter die Räder gerieten vor allem Finanztitel. Aber auch die Dividendenausschüttung bei Nestlé drückte auf den Leitindex SMI (Swiss Market Index). Er schloss 2,43 Prozent tiefer bei 6244,95 Punkten. Der breite Swiss Performance Index (SPI) verlor 1,47 Prozent und stand schliesslich bei 5748,19 Punkten.

Markant an Wert zugelegt haben die Aktien des Medizinaltechnikkonzerns Synthes (+5,6 Prozent). Das Unternehmen bestätigte, mit dem amerikanischen Grosskonzern Johnson & Johnson Fusionsgespräche zu führen, wobei allerdings noch nichts entschieden sei.

Ebenfalls entgegen dem Gesamtmarkt leicht gestiegen ist der Börsenwert des Zahnimplantate-Herstellers Nobel Biocare (+0,3 Prozent). Bei dem lange als Übernahmekandidaten gehandelten Unternehmen erwartet der Markt von der US-Gesellschaft Biomet vorderhand keine Attacke mehr.

Angesichts des turbulenten Umfelds etwas in den Hintergrund gedrängt wurden Kühne Nagel, dessen Aktienkurs um 0,4 Prozent anstieg. Die Quartalszahlen des Logistikkonzerns fielen etwas unter den Erwartungen der Analysten aus.

Nestlé und Finanzwerte im Minus

Beeinflusst wurde der SMI aber hauptsächlich vom milliardenschweren Nahrungsmittelkonzern Nestlé. Nestlés Aktienkurs sank aufgrund der Dividendenauszahlung um 4,2 Prozent, was rund 40 Prozent des SMI-Minus ausmachte. Auch die im SMI stark gewichteten Aktien des Pharmamultis Novartis verloren 2,9 Prozent ihres Werts.

Deutlich schwächer als am Freitag notierten die Finanzwerte. Hier hätten die Sorgen um die Eurozone, speziell die Ängste vor einer möglichen Umschuldung Griechenlands, belastet, hiess es. Der Aktienkurs der Zurich Financial Services gab 2,6 Prozent, jener der Credit Suisse 1,7 Prozent und jener der UBS 2,5 Prozent nach. Der Rückversicherer Swiss Re verlor gar 3,5 Prozent und die Bank Julius Bär 3,2 Prozent ihres Börsenwerts. (sda)

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