«Europa-Allee» statt «Bundesgasse»
Aktualisiert

«Europa-Allee» statt «Bundesgasse»

Die Bundesgasse in Bern soll in Europa-Allee umbenannt werden.

Jungpolitiker der Neuen Europäischen Bewegung Schweiz (NEBS) wollen dies im Berner Stadtparlament durchsetzen. Sie dürften damit auf übermächtigen Widerstand stossen. Mit einer symbolischen Aktion vor dem Berner Rathaus lancierten die NEBS-Mitglieder am Donnerstag die Einreichung ihres Vorsteosses im Stadtrat: Die städtischen Parlamentarier wurden zu ihrer wöchentlichen Sitzung mit einem übergrossen Strassenschild der möglichen künftigen «Europa-Allee» empfangen.

Zeichen für Europa

Eine Umbenennung habe vor allem Symbolcharatkter, begründete die grüne Stadträtin und Mitunterzeichnerin Anna Coninx den Vorstoss. Die Bundeshauptstadt müsse ein Zeichen setzen, dass sie sich konstruktiv an der Entwicklung Europas beteilige.

Eine Umbenennung bewirke, dass die Europadiskussion nicht nur im Bundeshaus stattfinde, sondern auch im öffentlichen Raum. «Wir müssen uns der Europa-Diskussion stellen, unabhängig davon, ob wir schliesslich den EU-Beitritt oder den bilateralen Weg wählen».

Unterstützt wird der Antrag auch von den beiden Berner Nationalrätinen Christa Markwalder (FDP und Evi Allemann (SP). Zu den bereits Anfang Woche bekannt gewordenen Plänen hatten die Fraktionschefs von SVP und FDP in der «Berner Zeitung» ihre Ablehnung kundgetan.

Tschäppät: «Unrealistisch»

Das Anliegen, die Europadiskussion zu befördern, sei zwar sympathisch, sagte Gemeinderat Alexander Tschäppät (SP) auf Anfrage.

Eine Umbenennung sei jedoch alleine aus technischen und finanziellen Gründen unrealistisch. Die Adressänderungen bei Verwaltungsstellen und Firmen an der Bundesgasse hätten laut Tschäppät Kosten in Millionenhöhe zur Folge.

(sda)

Deine Meinung