Dringlichkeitskomitee einberufen: Europa ist laut der WHO das «Epizentrum» der Affenpocken

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Dringlichkeitskomitee einberufenEuropa ist laut der WHO das «Epizentrum» der Affenpocken

Die WHO beobachtet die Fallzahlen der Affenpocken in Europa und beruft demnächst ein Dringlichkeitskomitee ein. 

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AFP/smk
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WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus verkündete, dass sich demnächst ein Dringlichkeitskomitee treffen werde.

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus verkündete, dass sich demnächst ein Dringlichkeitskomitee treffen werde.

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Die Affenpocken-Zahlen seien in Europa besonders hoch.

Die Affenpocken-Zahlen seien in Europa besonders hoch.

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Elektromikroskopische Aufnahmen des Affenpockenvirus.

Elektromikroskopische Aufnahmen des Affenpockenvirus.

AFP

Darum gehts

  • Die WHO ruft ein Dringlichkeitskomitee ein, das sich demnächst über die Affenpocken beraten soll.

  • Über 80 Prozent der Fälle treten in Europa auf, weshalb WHO-Chef Tedros dieses als «Epizentrum» bezeichnete. 

  • Für ein Notfalltreffen und einen internationalen Gesundheitsnotstand seien die Zahlen jedoch noch nicht hoch genug. 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will erneut ihre Expertinnen und Experten zum weltweiten Ausbruch der Affenpocken zusammenrufen. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus kündigte am Mittwoch in Genf an, das zuständige Dringlichkeitskomitee werde «in der Woche vom 18. Juli oder früher» tagen. Inzwischen wurden mehr als 6000 Affenpocken-Fälle in 58 Ländern bestätigt. 

Affenpocken gibt es in einigen west- und zentralafrikanischen Ländern seit langem. Seit Mai tritt die Krankheit jedoch auch in vielen anderen Ländern auf. Europa sei derzeit das «Epizentrum» dieses Ausbruchs, sagte Tedros. Dort würden mehr als 80 Prozent aller Fälle registriert.

Die Experten müssen sich erneut beraten

Am 23. Juni hatte die WHO ein Notfalltreffen ihrer Expertinnen und Experten einberufen, um über die Ausrufung eines internationalen Gesundheitsnotstands zu beraten. Sie beschieden jedoch, dass diese Schwelle noch nicht erreicht sei. «Meine Teams verfolgen die Daten», sagte der WHO-Chef nun. Es müsse erneut beraten werden. 

Die meisten Affenpocken-Fälle wurden laut WHO bislang in Städten und bei jungen Männern festgestellt, die Sex mit anderen Männern haben. Zu den typischen Symptomen der Krankheit gehören hohes Fieber, geschwollene Lymphknoten und Windpocken-ähnliche Pusteln.

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