US-Börsen: Europa macht Wall Street vorsichtig
Aktualisiert

US-BörsenEuropa macht Wall Street vorsichtig

Die US-Börsen sind zu Beginn der neuen Handelswoche nicht aus den Startblöcken gekommen.

Die Anleger blieben wegen des Streits über die künftige Taktik in der europäischen Schuldenkrise auf der Hut. Die Uneinigkeit der Euro- Länder beunruhigte die Anleger. Sie nahmen lieber Gewinne mit und warteten das weitere Vorgehen der Verantwortlichen in Europa ab.

Zudem drückten die jüngsten Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke auf die Stimmung. Bernanke hatte am Wochenende Zweifel am US-Konjunkturaufschwung geäussert. Kursgewinne bei Technologiewerten stützten hingegen den Markt.

In New York fiel der Dow-Jones-Index der Standardwerte 0,2 Prozent auf 11'362 Punkte. Im Verlauf pendelte er zwischen 11'350 und 11'392 Stellen. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,1 Prozent nach auf 1223 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte 0,1 Prozent auf 2594 Stellen vor.

Zweifel an der Konjunkturerholung in den USA trugen zur Verunsicherung der Anleger bei. Notenbankchef Bernanke stellte weitere Staatsanleihe-Käufe in Aussicht, falls die Konjunktur der weltgrössten Volkswirtschaft nicht anzieht oder die Arbeitslosigkeit hoch bleibt.

Bei den Einzeltiteln stand nach dem überraschenden Rücktritt des Pfizer-Chefs die Aktie des weltgrössten Arzneimittelherstellers im Fokus. Jeffrey Kindler kündigte am Montag nach fünf Jahren an der Spitze eine private Auszeit an. Das Papier stieg um 0,4 Prozent. Anleger erhoffen sich von seinem Nachfolger Ian Read frischen Wind. Read leitete bislang das weltweite Pharmageschäft.

Auftrieb gaben dem Markt Technologie-Aktien. Auslöser waren positive Analysten-Kommentare zu Cisco und Cognizant. Die Titel des Netzwerkausrüsters und des IT-Unternehmens rückten 1,9 und 0,7 Prozent vor und zogen andere Branchenwerte mit sich.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,8 Milliarden Aktien den Besitzer. 1464 Werte legten zu, 1502 gaben nach und 116 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,62 Milliarden Aktien 1522 im Plus, 1122 im Minus und 131 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 19/32 auf 97-10/32. Sie rentierten mit 2,937 Prozent. Die 30- jährigen Bonds kletterten 39/32 auf 100-40/32 und hatten eine Rendite von 4,242 Prozent.

(sda)

Deine Meinung