01.06.2020 17:40

Abstand im Park

«Kommts zu Ansammlungen, weisen Europa-Park-Mitarbeiter darauf hin»

Die Schutzmassnahmen im Europa-Park werden nicht immer eingehalten. Bilder aus dem Internet zeigen, dass Besuchergruppen teils zu nah beieinander stehen.

von
Raphael Knecht

Darum gehts

  • Seit Freitag ist der Europa-Park wieder geöffnet.
  • Besuchergruppen müssen 1,5 Meter Abstand halten.
  • Bilder im Internet zeigen, dass das nicht so recht klappt.

Am Pfingstwochenende hat der Europa-Park wieder seine Tore geöffnet. Man hatte ein umfangreiches Massnahmenpaket angekündigt: Die Besucherzahl ist reduziert, es gibt an vielen Orten eine Maskenpflicht und es müssen mindestens 1,5 Meter Abstand zwischen Besuchergruppen eingehalten werden. Zur Information der Gäste hat der Park auch ein Info-Video produziert (s. oben).

Allerdings erscheinen nun online vereinzelt Fotos und Videos, die zeigen, dass das mit dem Abstand nicht so recht klappt. Weil teils Warteschlangen geschlossen werden, komme es zu dichten Ansammunglen vor den Bahnen, schreibt etwa ein niederländischer Twitter-Nutzer. In dessen Video ist zu sehen, wie nah die Gruppen beieinander stehen:

Ein Instagram-Nutzer will wissen, was der Europa-Park zu einem weiteren Bild sagt, das eine eng gedrängte Schlange vor der Silverstar-Achterbahn zeigt:

marc_raschke / Instagram

«Wie in Innenstädten sind wir auch im Europa-Park darauf angewiesen, dass sich alle an die Abstandsregeln halten», sagt Sprecherin Corina Zanger zu 20 Minuten. Man habe dazu im gesamten Park über 10’000 gelbe Markierungen verteilt. Zudem wurden etwa 2800 Plakate gedruckt. Alleine bei der Silverstar habe es um die 80 Hinweise zu den Sicherheitsmassnahmen.

Ganz zufrieden ist das Management aber auch noch nicht, wie Zanger durchblicken lässt: «In den ersten Öffnungstagen wurde auch an vielen Stellen im Park noch nachjustiert und verbessert. Der Europa-Park hat weiterhin die Zahl der Besucher freiwillig massiv beschränkt.»

«Europa-Park-Mitarbeiter ändern die Situation»

Aus Sicht von Europapark-Gründer Roland Mack hat sich das Sicherheitskonzept bewährt: «Und wenn es in ganz wenigen Einzelfällen mal zu kleinen Ansammlungen kommt, weisen die Europa-Park-Mitarbeiter sofort darauf hin und ändern die Situation», sagt Mack zu 20 Minuten.

Eigentlich ist vorgesehen, dass Gäste möglichst gar nicht in Schlange stehen müssen, sondern per App zum richtigen Zeitpunkt zu den Bahnen gerufen werden.

Massnahmen

Europa-Park wagt die Öffnung

Am Freitag öffnete der Europa-Park wieder seine Türen. Wer in den Freizeitpark möchte, muss vorher online ein Ticket kaufen. Die Anzahl der Onlinetickets ist begrenzt, damit nicht zu viele Menschen gleichzeitig im Park sind. Auf dem Gelände müssen sich die Besucher an die Abstandsregeln halten. Es gilt eine Maskenpflicht bei Attraktionen und in geschlossenen Räumen. Dazu wird auf den Achterbahnen jeder zweite Sitz frei gelassen.

Nicht alle Attraktionen gehen am Freitag wieder auf. Das Show- und Kinoprogramm kann noch nicht starten. Besucher, die sich gern die bunten Shows ansehen, müssen sich also noch ein wenig gedulden. Auch die Wasserwelt Rulantica bleibt vorerst geschlossen.

Der Patron des Familienunternehmens gab sich bereits vor der Öffnung sehr zuversichtlich, was das Schutzkonzept angeht. Man habe das schon sehr früh erarbeitet und sich dabei grössere Einschränkungen auferlegt, als die Politik verlangen würde. Zudem ging Mack davon aus, dass die Besucher sich an die Anweisungen halten werden: «Unsere Gäste sind ja in der Regel ganz vernünftige Leute.»

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