Vergnügen: Europa-Park-Chef wäre auch gerne Priester
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VergnügenEuropa-Park-Chef wäre auch gerne Priester

In seinem Vergnügungspark gibt es zwei Seelsorger und Einsegnungen von Bahnen. «Wir befördern ja Menschen und keine Sandsäcke», sagt Roland Mack der «Basler Zeitung».

Weihnachtsmänner auf der Achterbahn: Europa-Park-Chef Roland Mack wäre auch gerne Priester geworden.

Weihnachtsmänner auf der Achterbahn: Europa-Park-Chef Roland Mack wäre auch gerne Priester geworden.

«Wenn ich noch mal auf die Welt kommen würde, dann als Pater oder Priester», bekennt Europa-Park-Chef Roland Mack. Und liefert eine prägnante Begründung gleich dazu: «Meine grössten Herausforderungen im Leben lagen darin, Probleme zwischen Menschen zu lösen und da hilft die Naturwissenschaft nur wenig weiter», wie er in einem am Dienstag veröffentlichten Interview der «Basler Zeitung» sagte.

Der Freizeitpark im deutschen Rust soll nicht nur weiterhin in Familienbesitz bleiben, sondern auch stark expandieren: Eine Wasserpark-Anlage mit 500 neuen Arbeitsplätzen soll ab Mitte 2016 gebaut werden und die Besucher mehrere Tage in Rust halten. «Mit dem Wasserpark wollen wir die Übernachtungszahlen von durchschnittlich ein bis zwei Nächten auf zwei bis drei steigern», erklärt Mack. Eröffnung des neuen Parkteils könne 2018 sein.

Gespräch mit SBB über Zuganbindung

In den Hotels, die zum Europa-Park gehören, seien 30 Prozent der Gäste Schweizer. Eine Anbindung mit dem Zug in die Schweiz hat Mack nach eigenen Worten schon mit SBB-Chef Andreas Meyer besprochen. «Wäre der Europa-Park in der Schwiez, hätte er schon seit 20 Jahren einen Bahnhof», meint Mack. Er hofft jedoch, dass auch in Deutschland die Zeichen dafür bald einmal auf Grün stehen.

Von Pensionierung hält der 65-jährige Mack nicht nur wenig, sondern gar nichts: «Ich zähle jedenfalls meine Arbeitsstunden nicht. Ich fand es auch immer wieder furchtbar, wenn ich Mitarbeiter hatte, denen ich ein oder zwei Jahre vor der Pensionierung angemerkt hatte, dass sie sich auf die Rente freuten», so Mack. Er selbst gehe seit über 40 Jahren jeden Tag gerne ins Geschäft: «Ich fahre zwar nicht den ganzen Tag Achterbahn, aber tue es immer noch gerne. Der Job ist mein Herzblut, mein Leben. Ich kenne jede Glühbirne, jedes Detail im Park.»

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