Aktualisiert 08.02.2010 11:27

EiskunstlaufenEuropäische Eiskunstlauf-Elite 2011 in Bern

Bern beherbergt im Januar 2011 die Europameisterschaften im Eiskunstlaufen. Nach der Euro 2008 und der Eishockey-WM 2009 ist dies ein weiterer Grossanlass in der Bundesstadt.

Die Behörden von Stadt und Kanton Bern haben ihr Pflichtprogramm absolviert und die nötigen finanziellen Mittel von je 0,5 Mio. Franken gesprochen.

Nun steht das eigentliche Kürprogramm an, die Organisation des einwöchigen Grossanlasses vom 23. bis 30. Januar 2011. Dazu können Stadt und Kanton auf eine bewährte Projektorganisation zurückgreifen, die bereits über breite Erfahrungen im Rahmen der Euro 2008 und der Hockey-WM gesammelt hat. Projektleiter ist Marcel Etienne.

Mit dem Anlass möchte die Stadt ihren Ruf als Sportstadt weiter stärken, wie Stadtpräsident Alexander Tschäppät am Montag vor den Medien betonte.

Auch Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher betonte die Wichtigkeit von sportlichen Grossanlässen bei der Promotion des Wirtschaftsstandorts Bern.

Rund 45 000 Gäste

Eiskunstlaufen habe zwar nicht die Popularität von Fussball und Eishockey, räumte Roland Wehinger, Präsident des Schweizerischen Eislaufverbandes, ein. Dennoch geniesse die Sportart aber eine grosse Fangemeinde.

Das Organisationskomitee rechnet mit rund 45 000 Gästen und 30 000 Übernachtungen. Im Stadion selber rechnet Wehinger mit rund 30 000 bis 35 000 verkauften Sitzplätzen.

Anders als bei Fussball- oder Eishockeyveranstaltungen dürften sich die Sicherheitskosten in einem absolut verträglichen Rahmen bewegen. Die ästhetische und emotionelle Sportart findet insbesondere bei einem weiblichen Publikum Anklang.

Potenziell gewalttätige Fangruppen sind weit und breit keine auszumachen. Vielmehr bildeten die vielen fachkundigen Fans, Sportler und Funktionäre eine einzige «Eislauf-Familie», wie Tschäppät weiter ausführte. Rund zwei Drittel der Zuschauer dürften aus dem Ausland anreisen.

Erstmals in Bern

In der Schweiz haben schon verschiedentlich internationale Eiskunstlaufwettbewerbe stattgefunden, so etwa Europa- und Weltmeisterschaften in Lausanne. In Bern findet jedoch erstmals ein derartiger Anlass statt.

Die Schweiz ist zwar keine Eiskunstlauf-Grossmacht wie die USA oder Russland. Dennoch hat sie immer wieder erfolgreiche Läuferinnen und Läufer hervorgebracht, etwa die Europa- und Weltmeisterin Denise Biellmann, Weltmeister Stéphane Lambiel oder die international ebenfalls erfolgreiche Sarah Meier.

Der Schweizerische Eislaufverband ist einer der ältesten Wintersportverbände der Schweiz. Er feiert 2011 seinen hundertjährigen Geburtstag.

(sda)

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