Europameisterschaft bringt Portugal keinen Wirtschaftsschub
Aktualisiert

Europameisterschaft bringt Portugal keinen Wirtschaftsschub

Die Fussball-EM in Portugal wird dem Land auf der iberischen Halbinsel wirtschaftlich keinen grossen Schub verleihen.

Zu diesem Schluss kommt eine Studie des portugiesischen Finanzministeriums. Sie wurde am Donnerstag in Lissabon veröffentlicht. Der seit dem 12. Juni laufende Wettbewerb werde zwar zu einem Anstieg der Tourismuseinnahmen im laufenden Jahr um 2,5 Prozent beitragen. Im gesamten Bruttoinlandprodukt (BIP) dürfte sich das aber nur mit einem Plus von 0,08 Prozentpunkten niederschlagen.

Insgesamt rechnet die Regierung durch die EM mit 211 000 zusätzlichen Besuchern aus dem Ausland bei dem nach TV- Zuschauern drittgrössten Sportereignis der Welt. Sie würden dem Land zusätzliche 112 Mio. Euro an Einnahmen bringen.

Im Schnitt blieben die Fans vier Tage im Land. Das ist mehr als bei der letzten Europameisterschaft in Holland und Belgien im Jahr 2000, wo Besucher im Schnitt nur 1,8 Nächte verweilten.

Die portugiesische Regierung vermutet aber, dass die längere Aufenthaltsdauer in Portugal mit den niedrigeren Übernachtungskosten und der Lage am westlichen Rand Europas zusammenhängt, die längere Anreisen notwendig machen.

(sda)

Deine Meinung