Aktualisiert 23.04.2014 19:25

Pekinger MesseEuropas Autobauer lassen es in China krachen

China ist für die europäischen Hersteller zum wichtigsten Markt geworden. Auf der Pekinger Messe buhlen sie mit Luxuslinern und Kompakt-SUVs um die Gunst des Auto hungrigen Volks.

von
Nina Vetterli-Treml

Auf der Automesse in Peking gab's schon mehr zu lachen. «Made in China» ist nicht mehr gleichbedeutend mit Billigkopien und bizarren Designexperimenten, denn Geely, Dongfeng, Brillance und Co. bauen inzwischen Modelle, die ganz ordentlich aussehen – und sich dank den Joint Ventures mit globalen Konzernen wahrscheinlich auch so fahren.

Doch wer in China etwas auf sich hält, fährt nach wie vor ein europäisches Auto. Das Reich der aufstrebenden Mittelklasse beschert den Herstellern zweistellige Wachstumsraten, und damit das auch so bleibt, setzen sie sich in Peking vor allem mit Studien in Szene.

Grande Nation des automobilen Luxus

Mercedes startet mit dem Concept Coupé SUV einen Angriff auf den BMW X6. Audi kann sich mit dem Offroad Concept einen höhergelegten TT vorstellen. BMW gibt mit der Edelkarosse Future Luxury Concept einen Ausblick auf den künftigen BMW 9er, und selbst die sonst bodenständigen Franzosen inszenieren sich mit dem Peugeot Exalt als Grande Nation des automobilen Luxus. Kleines Detail in der sportlichen Limousine: Die Klimaautomatik filtert Schadstoffe restlos aus, um den Innenraum zur Smog-freien Zone zu machen.

Die VW-Gruppe geht das Problem der Umweltbelastung von einer anderen Seite an und verkündet die grösste Elektro-Offensive in Chinas Geschichte. Aber das nur so nebenbei. Für den meisten Gesprächsstoff bei Chinas Automarke Nr. 1 sorgt neben der Studie eines 400 PS starken Golf R das elegante New Midsize Coupé NMC – das aus europäischer Sicht einen gehörigen Schönheitsfehler hat: Für die Serienversion gilt nicht nur «Made in China», sondern auch ausschliesslich «Made for China».

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