Aktualisiert 17.12.2010 17:11

Champions League

Europas Ligen wollen Schweizer Klubs

Die Diskussion um die Zukunft der Champions League geht weiter. «Hockey Europe», die Vereinigung der europäischen Spitzenligen, wehrt sich gegen den vom Internationalen Verband (IIHF) beschlossenen Ausschluss der Schweizer Klubs.

«Hockey Europe» will Schweizer Klubs wie den SCB in der Champions League.

«Hockey Europe» will Schweizer Klubs wie den SCB in der Champions League.

Die Teilnahme an der geplanten, neuen Champions League mit Klagen aus vergangenen Kampagnen zu verknüpfen, sei inakzeptabel, heisst es in einem Communiqué der Vereinigung, zu der auch die Schweizer National League gehört. Die IIHF hatte beschlossen, beim «Relaunch» der Champions League keine Schweizer Klubs zuzulassen, wenn der SC Bern seine Klage gegen den Verband nicht zurückzieht.

«Hockey Europe» sei an einer Wiederaufnahme der Champions League grundsätzlich interessiert, sagte Werner Augsburger, der Direktor der National League. «Es sind aber beim neuen Vorschlag der IIHF zu viele Fragezeichen offen - nicht nur wegen des Ausschlusses der Schweizer Klubs.»

Auch Teams aus Österreich gefordert

Die IIHF habe es wohl verpasst, die Klubs wegen des Ausfalls der Saison 2009/2010 rechtzeitig zu entschädigen, mutmasste Augsburger. «Und wenn ein Klub nun vor Gericht geht, was sein gutes Recht ist, kann der Weltverband nicht alle anderen Klubs dieses Landes dafür bestrafen.» In den Streit zwischen der IIHF und dem SCB wolle sich aber weder die National League noch «Hockey Europe» einmischen, stellte Augsburger klar. Der SCB fordert von der IIHF vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne einen Betrag von 1,2 Millionen Franken.

Nebst der indirekten Forderung, die Schweizer Klubs zuzulassen, verlangt «Hockey Europe» zusätzliche Teilnehmer, unter anderem aus der länderübergreifenden österreichischen Liga. Geklärt werden müssten auch die finanziellen Angelegenheiten (Marketing-/TV-Rechte sowie Spesenentschädigungen und Preisgelder). Augsburger: «Finanziell muss es für die Klubs stimmen.» Eine neue Champions League werde kaum zustande kommen, wenn die Klubs Geld drauflegen müssten.

(si)

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