Gefälschte Markenartikel: Europol sperrt mehr als 4500 Online-Shops

Aktualisiert

Gefälschte MarkenartikelEuropol sperrt mehr als 4500 Online-Shops

Im Internet tummeln sich Tausende Händler, die mit gefälschten Markenartikeln ihr Geld verdienen. Eine Polizeiaktion in 27 Ländern versucht ihnen einen Riegel vorzuschieben.

von
mch
1 / 4
Polizeiaktion in 27 Ländern: Europol-Chef Rob Wainwright an einer Medienkonferenz in Den Haag. (24. September 2016)

Polizeiaktion in 27 Ländern: Europol-Chef Rob Wainwright an einer Medienkonferenz in Den Haag. (24. September 2016)

Keystone/Martijn Beekman/EPA
Links das Original, rechts die Fälschung: Die Qualität der Kopien auf dem Schwarzmarkt reicht von stümperhaft bis hochwertig. (Archivbild)

Links das Original, rechts die Fälschung: Die Qualität der Kopien auf dem Schwarzmarkt reicht von stümperhaft bis hochwertig. (Archivbild)

Keystone/Sandro Campardo
Selbst wenn Fälschungen «wie ein Schnäppchen wirken, können sie doch ernsthafte Gefahren für die Gesundheit und die Sicherheit des Käufers darstellen», warnte Europol: Blick auf den Hauptsitz von Europol in Den Haag. (Archivbild)

Selbst wenn Fälschungen «wie ein Schnäppchen wirken, können sie doch ernsthafte Gefahren für die Gesundheit und die Sicherheit des Käufers darstellen», warnte Europol: Blick auf den Hauptsitz von Europol in Den Haag. (Archivbild)

Keystone/Mike Corder/AP

In einer grenzübergreifenden Razzia gegen Markenpiraterie hat die europäische Polizeibehörde Europol mehr als 4500 Verkaufsseiten im Internet gesperrt. Über diese Seiten seien gefälschte Markenartikel verkauft worden, teilte Europol am Montagabend mit.

An der Polizeiaktion seien 27 Länder beteiligt gewesen – die meisten in Europa, aber auch die USA und Kanada. Bei den angebotenen Produkten handelte es sich um Fälschungen von Luxusartikeln, Sportkleidung, Ersatzteilen, Elektrowaren und Arzneien, wie die Behörde mitteilte. Auch wenn derartige Angebote «wie ein Schnäppchen wirken, können sie doch ernsthafte Gefahren für die Gesundheit und die Sicherheit des Käufers darstellen», warnte Europol.

Festnahmen in den Niederlanden

Die meisten der nun geschlossenen Internet-Seiten hätten ihre Waren über soziale Netzwerke wie Facebook und Instagram angeboten, erklärte Europol. Im Vergleich zu einer ähnlichen Aktion im vergangenen Jahr habe sich die Zahl der gesperrten Seiten «erheblich vergrössert».

Die niederländische Polizei teilte derweil mit, dass sie im Rahmen der Europol-Aktion zwölf Menschen festgenommen und mehrere Häuser und Warenlager durchsucht habe. Mehr als 3500 Gegenstände seien sichergestellt worden – darunter Fälschungen von Markenprodukten von Adidas, Nike und Kenzo. (mch/sda)

Deine Meinung