Flop 5: Eurovision Trash Contest
Aktualisiert

Flop 5Eurovision Trash Contest

Schiefe Töne, billige Beats und Outfits nahe an der Schamgrenze: Jedes Jahr liefert der ESC Perlen aus der Welt des schlechten Geschmacks. Auch 2011.

von
tog

ESC ist, wenn man trotzdem lacht – auch wenn die Schweiz sang- und klanglos im Halbfinal ausscheidet und stattdessen musikalische Verbrechen dank langen Beinen, knappen Outfits und Koalitionen mit anderen Teilnehmerländern ins Finale einziehen. Schlechter Geschmack ist beim ESC noch lange kein Grund, nicht erfolgreich zu sein. Das wissen wir spätestens seit den Monster-Finnen Lordi. Und so versuchen es auch 2011 einige Teilnehmer wieder mit fragwürdigen Mitteln. 20 Minuten Online würdigt bereits jetzt die fünf grössten Fehlgriffe beider Halbfinals. Auf dass das Gejammer noch grösser werde, wenn sich einer davon fürs Finale qualifiziert – und die Schweiz nicht.

Platz 5: Armenien mit Emmy und «Boom Boom»

Armenien erfüllt pflichtbewusst sämtliche Klischees, die der gemeine Bürger von einem Song östlich von Wien erwartet. Kurzer Rock, tumber Beat, Lyrics, so schlau wie der Titel. «Boom Boom» hat das Zeug zum Überraschungshit.

«Boom Boom» von Emmy

(Video: YouTube)

Platz 4: Moldawien mit Zdob si Zdub und «So Lucky»

Weniger ist mehr, dachten sich Zdob si Zdub und verzichteten bei ihrem Song «So Lucky» auf eine Melodie. Dafür trägt die Band lustige Hüte. Wir sind «So Lucky», dauert der Song nur drei Minuten.

«So Lucky» von Zdob si Zdub

(Video: YouTube)

Platz 3: Griechenland mit Loucas Yiorkas feat. Stereo Mike und «Watch My Dance»

Einer wie Money Boy hiess es wohl, als Griechenland seinen Vertreter für den ESC 2011 suchte. Loucas Yiorkas singt zwar ganz passabel, was aber sein Sidekick Stereo Mike auf der Bühne abzieht, zieht dem Swag die Hosen aus. So nicht.

«Watch my Dance» von Loucas Yiorkas feat. Stereo Mike

(Video: YouTube)

Platz 2: Weissrussland mit Anastasiya Vinnikova und «I Love Belarus»

Wie Armenien schlägt Weissrussland in die Dance-Kerbe, das allerdings noch einen Zacken brachialer als die Südländer. Das Bekenntnis «I Love Belarus» wird die Nachbarstaaten nicht davon abhalten diesem, naja, Schund unzählige Punkte zuzuschaufeln.

«I Love Belarus» von Anastasiya Vinnikova

(Video: YouTube)

Platz 1: Portugal mit Homens da Luta und «Luta é alegria»

In diesem Jahr schiesst Portugal den Vogel des guten Geschmacks ab. Die Truppe Homens de Luta hat sich auf Revolutionslieder spezialisiert. Der Trällersong erinnert allerdings mehr ans Pfadilager vor 20 Jahren als an soziale Gerechtigkeit. Da helfen auch die Verkleidungen nicht. Song schlecht, Performance schlecht, nicht mal ein Beat und Outfits wie aus der Altkleidersammlung. Das Geschrei wird gross sein, wenn sich Portugal vor der Schweiz platziert.

«Luta é Alegria» von Homens de Luta

(Video : YouTube)

Live dabei

Heute Abend ab 21 Uhr überträgt das Schweizer Fernsehen auf SF2 das erste ESC-Halbfinale. Anna Rossinelli geht mit der Startnummer acht ins Rennen. 20 Minuten Online tickert live mit.

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