Aktualisiert 01.02.2019 23:50

National LeagueEV Zug, SC Bern und ZSC Lions verlieren

Zug und Bern verlieren gegen Ambri beziehungsweise Langnau nach Overtime. Die Lions verlieren bei Schlusslicht Rapperswil-Jona.

1 / 8
Die Entscheidung: Overtime-Torschütze Eero Elo wird von Harri Pesonen, Samuel Erni und Andrea Glauser gefeiert.

Die Entscheidung: Overtime-Torschütze Eero Elo wird von Harri Pesonen, Samuel Erni und Andrea Glauser gefeiert.

kein Anbieter/Raphael Moser
Doppeltorschütze: Derbyspezialist Harri Pesonen bejubelt den Ausgleich zum 2:2 und sein fünftes Tor im fünften Derby.

Doppeltorschütze: Derbyspezialist Harri Pesonen bejubelt den Ausgleich zum 2:2 und sein fünftes Tor im fünften Derby.

kein Anbieter/Raphael Moser
Ciaccio geschlagen. Gegen den Schuss von Zach Boychuk ist der Langnauer Schlussmann chancenlos. Bern erstmals in Front.

Ciaccio geschlagen. Gegen den Schuss von Zach Boychuk ist der Langnauer Schlussmann chancenlos. Bern erstmals in Front.

kein Anbieter/Raphael Moser

Die SCL Tigers gewannen zum dritten Mal diese Saison ein Berner Derby gegen den Schlittschuhclub Bern. Die Langnauer setzten sich nach einem 1:2-Rückstand dank zwei späten Toren mit 3:2 nach Verlängerung durch.

Die finnischen Stürmer schossen die Langnauer zum Sieg. Harri Pesonen erzielten die beiden Goals der Tigers in der regulären Spielzeit - so auch den 2:2-Ausgleich zwölf Minuten vor Schluss. Pesonen erzielte für Langnau in vier Derbys gegen Bern schon fünf Tore. Das Siegtor in der Overtime gelang Eero Elo in der 64. Minute nach Vorarbeit von Pesonen.

Bern verlor nach sechs Siegen hintereinander erstmals wieder. Die SCL Tigers besiegten den Kantonsrivalen aber verdientermassen. Die Emmentaler leisteten sich im zweiten Abschnitt zweieinhalb schwache Minuten, während denen Bern zu drei Grosschancen und zu seinen zwei Toren kam. Während der übrigen 61 Minuten taten die Langnauer aber mehr für den Sieg. In der kurzen Verlängerung kamen nur die Gäste zu Torschüssen.

Bern kassierte erst zum fünften Mal diese Saison in einem Heimspiel mehr als zwei Gegentore - alle diese fünf Heimspiele verlor Bern.

Die SCL Tigers reagierten auf das enttäuschende letzte Wochenende mit Niederlagen gegen Servette und Davos nun mit spektakulären Auswärtssiegen in Lugano (am Dienstag) und Bern. Die Emmentaler kommen der zweiten Qualifikation für die Playoffs immer näher.

Lakers tanken Selbstvertrauen

Die Rapperswil-Jona Lakers haben im Hinblick auf den Cupfinal vom Sonntag gegen Zug Selbstvertrauen getankt. Der Tabellenletzte setzte sich gegen Schweizer Meister ZSC Lions 4:1 durch.

Zwar gerieten die Lakers in der 5. Minute durch den ersten Saisontreffer von Verteidiger Roger Karrer in Rückstand, danach aber drehten sie die Partie. Das entscheidende 2:1 schoss Kevin Clark (27.) im ersten Powerplay der St. Galler, die mit dem schlechtesten Überzahlspiel der Liga in dieses Duell gegangen waren. Der Kanadier, der erst zum neunten Mal für die Rapperswiler auflief, punktete in der sechsten Begegnung in Serie und hat in diesen Spielen je vier Tore und Assists erzielt.

Für das 3:1 zeichnete in der 49. Minute Verteidiger Timo Helbling verantwortlich, der wie Karrer erstmals in der laufenden Meisterschaft erfolgreich war. Das 4:1 von Doppeltorschütze Jan Mosimann (59.) war ein Schuss ins leere Gehäuse. Der Sieg der Lakers ging absolut in Ordnung. Sie verteidigten solidarisch und gestanden den Lions nur wenig zu.

Für den ZSC, der im siebenten Spiel unter Trainer Arno Del Curto zum vierten Mal verlor, ist es im Kampf um die Playoff-Teilnahme eine empfindlicher Rückschlag. Die Mannschaft wirkte nicht so, als hätte sie den Ernst der Lage begriffen. Die ersten vier Saisonduelle gegen die Rapperswiler hatten die Stadtzürcher allesamt gewonnen.

Ambri spielt Heimstärke aus

Der HC Ambri-Piotta bleibt in der heimischen Valascia-Eishalle eine Macht. Die Leventiner kamen mit 4:3 nach Verlängerung gegen Zug zum achten Sieg in den letzten zehn Heimspielen.

Wegen starker Schneefälle stand die Partie am Freitag auf der Kippe. Im Spiel musste Ambri lange um den Sieg bangen. Das Heimteam ging dreimal in Führung, verspielte diese drei Vorsprünge aber jeweils sehr schnell wieder. Für den ersten Ausgleich (durch Raphael Diaz) benötigte der EV Zug nur 123 Sekunden, für den zweiten (durch Dario Simion) 217 Sekunden, und den dritten Ausgleichstreffer erzielte Lino Martschini 167 Sekunden nach Ambris dritter Führung.

Die Goals für Ambri erzielten Michael Ngoy, Marco Müller, Dario Rohrbach und Topskorer Dominik Kubalik. Der Tscheche erzielte das Siegtor 58 Sekunden vor Ende der Overtime und nur sieben Sekunden nach dem Timeout des EV Zug.

Am Ende trauerte Ambri trotz des Sieges eine

m Punkt nach. Im zweiten Abschnitt konsultierten die Schiedsrichter zweimal das Video, beide Male konstatierten sie aber, dass der Puck die Linie den Weg hinter die Torlinie nicht geschafft hatte. Fünf Sekunden vor Schluss der regulären Spielzeit traf Verteidiger Michael Fora ans Lattenkreuz statt in den Netzhimmel.

Diskussionsloser Sieg für Lugano

Lugano hat mit dem fünften Sieg in den letzten acht Partien drei wichtige Punkte im Kampf um die Playoff-Qualifikation geholt. Die Bianconeri bezwangen Davos zu Hause 4:0. Dario Bürgler zeichnete sich als Doppeltorschütze aus.

Die Basis zum Sieg legte Lugano mit zwei Toren in den ersten sieben Minuten durch Luca Fazzini (3.) und Bürgler (7.). Nach 40 Minuten lautete das Schussverhältnis 31:14 zu Gunsten der Tessiner, weitere Tore gelangen ihnen aber nicht. Im letzten Abschnitt machten Stefan Ulmer (46.) und erneut Bürgler (58.) alles klar.

Luganos Goalie Elvis Merzlikins feierte dank 25 Paraden seinen dritten Shutout in der laufenden Meisterschaft. Insgesamt spielte das Heimteam zum vierten Mal in dieser Saison zu Null. Die Tessiner liegen dank dem sechsten Sieg in Serie gegen die Davoser zwar weiterhin auf dem 9. Tabellenplatz, sie haben nun aber gleich viele Punkte auf dem Konto wie das unmittelbar über dem Strich klassierte Genève-Servette.

Lausanne vom 0:2 zum 5:2

Lausanne drehte im Heimspiel gegen Biel ein 0:2 in ein 5:2 und feierte den dritten Sieg in Serie. Für die Seeländer war es die sechste Niederlage in den letzten sieben Partien auf fremdem Eis.

Zunächst sah alles nach einem Sieg der Bieler aus. Die Gäste dominierten das erste Drittel und gingen durch Marc-Antoine Pouliot (14.) und Jan Neuenschwander (16.) verdient 2:0 in Führung. Letzterer Treffer war ein Shorthander.

15 Sekunden vor der ersten Pause gelang Matteo Nodari das Anschlusstor. Der Verteidiger traf zum ersten Mal in der höchsten Schweizer Liga seit dem 28. Januar 2017. Und dieses Tor gab der Partie ein total anderes Gesicht. Denn fort war die Waadtländer die klar bessere Mannschaft, war zu spüren, dass sie den Sieg mehr wollten. Das zahlte sich aus: Tyler Moy (28.), Benjamin Antonietti (39.), Mika Partanen (55.), der im zweiten Spiel für den LHC erstmals erfolgreich war, und Dustin Jeffrey (57.) sorgten für einen am Ende komfortablen Sieg. In den Direktduellen in dieser Saison steht es nun 3:2 für Lausanne.

Auch Fribourg dreht die Partie

Dem HC Fribourg-Gottéron gelang im Derby gegen Servette der Befreiungsschlag. Nach einem 0:2-Rückstand gewannen die Freiburger gegen Genf mit 5:3.

30 Minuten lang sah es für Gottéron miserabel aus. Servette, das schon die ersten vier Saisonspiele gegen Fribourg gewonnen hatte, führte 2:0 und hätte 4:0 führen können, wenn nicht Gottérons Goalie Reto Berra (27 Paraden) brillant gehalten hätte. Mitte des zweiten Drittels warteten die Freiburger seit mehr als zweieinhalb Stunden auf einen Torerfolg. In der Live-Tabelle betrug der Rückstand auf Platz 8 (Servette) schon acht Punkte.

Dann brach Sandro Forrer nach 154:38 Minuten den Freiburger Tor-Bann. Der 21-Jährige Flügelstürmer erzielte sein zweites Tor in der National League, sein erstes für Gottéron. 152 Sekunden gelang Samuel Walser - auch er kein regelmässiger Torschütze in dieser Saison - der 2:2-Ausgleich. Alle Fesseln flogen nun davon. Im Schlussabschnitt stürzten der Franzose Charles Bertrand (3:2) und der Kanadier Jim Slater (4:3 und 5:3) die St-Léonard-Halle endgültig in den kollektiven Freudentaumel. Nach fast acht torlosen Dritteln erzielte Freiburg in gut 23 Minuten fünf Tore vom 0:2 zum 5:3.

Statt acht Punkte beträgt der Rückstand auf Platz 8 jetzt bloss noch zwei Zähler. Und Gottéron hat erst noch ein Spiel weniger ausgetragen als die Konkurrenz. Am Samstag spielen die Freiburger auswärts gegen Davos.

(20 Minuten)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.