Eva Hug: Protest-T-Shirts gegen Brustoperationen
Aktualisiert

Eva Hug: Protest-T-Shirts gegen Brustoperationen

Ein Energiebündel am Nähtisch: Eva Hug lebt ihre kreative Energie aus, wo sie nur kann. Sie fabriziert Taschen, Hosen und Protest-Shirts. Die sind der ultimative Aufschrei gegen Silikon im Busen.

«Ich kann nicht anders», lacht Eva Hug, «ich muss mich kreativ einfach ausleben.» Der gestalterische Drang der 32-Jährigen ist unübersehbar. Im Wohnzimmer ihres Hauses in Herzogenbuchsee hängen surrealistisch angehauchte Bilder von verträumten Welten. Ihre Homepage designte sie selbst. Und im Atelier im ersten Stock häufen sich bunte Taschen im 70er-Design, Hosen, T-Shirts und Kleider.

«Alles Einzelstücke», sagt Eva Hug. Als ihre Kinder heranwuchsen, gab es für Evas Tatendrang nämlich kein Halten mehr. Ohne lange zu überlegen, setzte sich die gelernte Dekorateurin an die Nähmaschine und bastelte zusammen, was ihr in die Finger kam: Blachen von Zeltfirmen, Material aus dem Brockenhaus oder Stoffe aus dem Kleiderschrank von Freunden. Unter ihren Händen verwandelte sich dies in verspielte, aber praktische Taschen – in extravagante, aber bequeme Hosen.

Aufmüpfiges Highlight von Evas Schaffen sind allerdings die T-Shirts, welche sie mit dem Label Protest attribuiert hat. «Ich rege mich dermassen über Frauen auf, die sich ihre Brüste aufschlitzen lassen und dann am Fernsehen stolz berichten, wie toll so eine Brustvergrösserung ist», sagt sie. Also protestiert sie mit einer T-Shirt-Kollektion. «Die Shirts sind frech, auffällig – und sie liefern Gesprächsstoff.» Wie schnell die begehrten Stücke im Berner Tribut, Zürcher Jamarico oder Kaufkaffee in Winterthur ausgehen, weiss die quirlige Eva nicht. Sicher ist dagegen: Ihre Ideen werden es noch lange nicht.

Claudia Schlup

Die Taschen, Hosen und Shirts von Eva Hug werden unter den Labels 2 Women at Work, Pick Pack Bag und Protest im Tribut in Bern verkauft. Im Jamarico in Zürich und Kaufkaffee in Winthertur gibts ihre Taschen.

Deine Meinung