Aktualisiert 05.06.2011 22:23

VulkanausbruchEvakuierungen nach Eruption in Chile

Wieder spuckt ein Vulkan Feuer und Asche. Diesmal ist es der chilenische Puyehue, dessen Ausbruch 600 Menschen dazu zwingt, ihre Häuser zu verlassen.

Der Ausbruch des Vulkans Puyehue im Süden von Chile hat zur Evakuierung von rund 600 Menschen aus der Umgebung geführt. Berichte über Verletzte gab es am Samstag zunächst nicht. Behördenangaben zufolge war im Krater des Vulkans Feuer zu sehen und Rauch stieg auf.

Über dem Vulkan etwa 1000 Kilometer südlich von der Hauptstadt Santiago stehe eine zehn Kilometer hohe Aschewolke, sagte Bergbauminister Laurence Golborne.

Zuvor hatten die Behörden für die Gegend um den Puyehue, rund 800 Kilometer südlich der chilenischen Hauptstadt Santiago, eine Warnung herausgegeben, nachdem es zu einer Serie von Erdbeben gekommen war. Der chilenische Katastrophenschutz teilte mit, in einer Stunde seien durchschnittlich 230 Erschütterungen festgestellt worden.

Der Wind trieb die Asche vor allem Richtung Osten nach Argentinien. Dort waren die Städte Bariloche und Villa la Angostura schon nach kurzer Zeit von einer mehrere Zentimeter dicken Ascheschicht bedeckt, berichteten Augenzeugen im Radio.

Der Flugplatz des beliebten Touristenziels Bariloche wurde geschlossen. Einige Bewohner von Orten nahe der Grenze zu Chile wurden ebenfalls evakuiert. (sda)

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