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Der neue VW GolfEvergreen reloaded

Der achte VW Golf soll die lange Erfolgsgeschichte weiterführen. Digitalisierung und Elektrifizierung sind dabei die Kernthemen.

von
Dave Schneider
29.11.2019
Er ist seit jeher die Benchmark in der Kompaktklasse, der Gradmesser für alle anderen. Nun folgt die achte Generation des VW Golf – und wie viele Auto-Legenden muss sich auch er dem aktuellen Zeitgeist unterwerfen. Zumindest ein Stück weit.

Er ist seit jeher die Benchmark in der Kompaktklasse, der Gradmesser für alle anderen. Nun folgt die achte Generation des VW Golf – und wie viele Auto-Legenden muss sich auch er dem aktuellen Zeitgeist unterwerfen. Zumindest ein Stück weit.

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Neue Motoren senken den Verbrauch im Vergleich zum Vorgängermodell um bis zu 17 Prozent. Zum Marktstart im Frühling werden ein 2-Liter-Diesel mit 115 oder 150 PS sowie ein 1,5-Liter-Turbobenziner mit 130 oder 150 PS angeboten.

Neue Motoren senken den Verbrauch im Vergleich zum Vorgängermodell um bis zu 17 Prozent. Zum Marktstart im Frühling werden ein 2-Liter-Diesel mit 115 oder 150 PS sowie ein 1,5-Liter-Turbobenziner mit 130 oder 150 PS angeboten.

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Auch betreffend Fahrassistenzsystemen wurde aufgerüstet. Der achte Golf ist so ziemlich mit allem vollgepackt, was die Autotechnik diesbezüglich zu bieten hat.

Auch betreffend Fahrassistenzsystemen wurde aufgerüstet. Der achte Golf ist so ziemlich mit allem vollgepackt, was die Autotechnik diesbezüglich zu bieten hat.

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In den letzten 45 Jahren wurde alle 40 Sekunden ein VW Golf verkauft. 35 Millionen Stück in sieben Modellgenerationen, dazu ein ikonisches Design, das jeder kennt und zumindest in Europa lange Zeit das meistverkaufte Auto überhaupt: Der Golf gehört unbestritten zu den ganz Grossen der Automobilgeschichte. Er ist seit jeher die Benchmark in der Kompaktklasse, der Gradmesser für alle anderen. Nun folgt die achte Generation – und wie viele Auto-Legenden muss sich auch der Golf dem aktuellen Zeitgeist unterwerfen. Zumindest ein Stück weit.

Am Design hat sich nicht viel geändert, lediglich ein paar schärfere Falten im Blechkleid, neue Scheinwerfer und eine etwas tiefer nach unten gezogene Haube heben den achten Golf vom Vorgänger ab. Und hinter dem Lenkrad fühlt er sich genauso vertraut an wie immer schon: Die Sitzposition, die Ergonomie, das Lenkrad – jeder, der schon mal ein Golf gefahren ist, wird sich sofort daheim fühlen. Auf der Strasse sind dann doch Unterschiede zu spüren: Der Neue liegt etwas satter in der Kurve, untersteuert kaum, das neue Fahrwerk sorgt für mehr Komfort und weniger Fahrgeräusche. Auch die Aussenmasse und die Proportionen haben sich nicht verändert – wieso sollte man an dieser Erfolgsformel auch etwas ändern?

«Hallo Volkswagen»

Ganz vertraut ist dann aber doch nicht alles, zumal der Innenraum komplett neu daherkommt. Ein digitales Cockpit und ein grosser Touchscreen sind im neuen Golf Standard – sie verschmelzen optisch zu einer grossen, dem Fahrer zugeneigten Kommandozentrale. Nicht nur der Bildschirm, sondern auch andere Bedieneinheiten sind berührungsempfindlich. So wird mit einem Fingerwisch auf einem Sensorbalken die Lautstärke geregelt oder das Dachfenster geöffnet – cool!

Eine neue Spracherkennung («Hallo Volkswagen») versteht normale Sätze und reagiert auf Eingaben wie «Ich habe Lust auf eine Pizza» - vergleichbar mit den Systemen, die Mercedes, BMW und Audi bereits eingeführt haben. Via App kann Amazon Alexa integriert und somit entsprechende Online-Dienste genutzt werden. Dass das Auto permanent online ist und mit dem Smartphone voll vernetzt werden kann, versteht sich von selbst.

Auch betreffend Fahrassistenzsystemen wurde aufgerüstet. Der achte Golf ist so ziemlich mit allem vollgepackt, was die Autotechnik diesbezüglich zu bieten hat, inklusive Notbremssystem beim Linksabbiegen im Gegenverkehr, vorausschauendem Adaptiv-Tempomat und dem so genannten Travel Assist, der bis 210 km/h teilautonomes Fahren auf der Autobahn ermöglicht. LED-Scheinwerfer sind in allen Varianten serienmässig, auf Wunsch ist Matrix-LED-Licht erhältlich.

e-Golf erstmals billiger als Benziner

Dank Rabatten ist die Elektro-Variante des VW Golf erstmals billiger als das Pendant mit Benzinmotor. Der e-Golf muss seinem Nachfolger Platz machen.
(Video: V. Blank)

GTI und R kommen erst nächsten Sommer

Neue Motoren senken den Verbrauch im Vergleich zum Vorgängermodell um bis zu 17 Prozent. Zum Marktstart im Frühling werden ein 2-Liter-Diesel mit 115 oder 150 PS sowie ein 1,5-Liter-Turbobenziner mit 130 oder 150 PS angeboten – Letzterer ist auch als Mildhybrid mit 48-Volt-Riemenstarter-Generator erhältlich. Im Sommer 2020 kommt der GTI und der Golf R, gefolgt von gleich zwei Plug-in-Hybridversionen (204 und 245 PS) und einer Erdgasversion im Herbst. Der Kombi (Variant) wird dann für Winter 2020 erwartet.

Evergreen reloaded

Der achte VW Golf soll die lange Erfolgsgeschichte weiterführen. Digitalisierung und Elektrifizierung sind dabei die Kernthemen.

Neue Motoren senken den Verbrauch im Vergleich zum Vorgängermodell um bis zu 17 Prozent. Zum Marktstart im Frühling werden ein 2-Liter-Diesel mit 115 oder 150 PS sowie ein 1,5-Liter-Turbobenziner mit 130 oder 150 PS angeboten – Letzterer ist auch als Mildhybrid mit 48-Volt-Riemenstarter-Generator erhältlich.

Im Sommer 2020 kommt der GTI und der Golf R, gefolgt von gleich zwei Plug-in-Hybridversionen (204 und 245 PS) und einer Erdgasversion im Herbst. Der Kombi (Variant) wird dann für Winter 2020 erwartet. Einen rein elektrisch angetriebenen Golf gibt es übrigens nicht mehr – dafür hat VW ja bald den neuen ID.3 –, und auch der Golf Sportsvan und die dreitürige Variante wurden gestrichen. Definitive Preise sind noch nicht bekannt, der Einstieg wird aber bei rund 29'000 Franken liegen.

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