EVP gegen Plakataktion «Stocklesbisch - Vollschwul»

Aktualisiert

EVP gegen Plakataktion «Stocklesbisch - Vollschwul»

Die EVP will nicht, dass homosexuelle Lebensformen an Zürcher Schulen breit thematisiert werden.

Die Regierung aber setzt auf die Kompetenz der Schulleitungen und Lehrpersonen, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Vor dem Coming-Out-Day am 11. Oktober 2004 erhielten alle Oberstufenschulen im Kanton Zürich für ihr Schwarzes Brett ein buntes Plakat mit dem Aufdruck «Stocklesbisch - Vollschwul». Die Homosexuelle Arbeitsgruppe Zürich (haz) wollte die Lehrerschaft dazu anregen, Homosexualität in der Schule zu thematisieren - was die EVP auf den Plan rief.

Die Partei will nicht haben, dass Schwule und Lesben in Schulen eine Plattform erhalten, wenn der biblische Unterricht als einseitig taxiert und aus dem Schulplan gekippt wird. Drei EVP- Kantonsräte wollten in einer Anfrage vom Zürcher Regierungsrat wissen, wie er sich dazu stellt.

Das klare Votum des Stimmvolks zur registrierten Partnerschaft habe gezeigt, dass Homosexualität weitgehend akzeptiert ist, schreibt die Regierung in ihrer am Donnerstag veröffentlichten Antwort. Homosexualität solle an Schulen weder tabuisiert noch besonders hervorgehoben werden. Es gebe aber keine Absicht, sie in allen Schulbüchern darzustellen.

Sexualpädagogik sei Bestandteil der Volksschule: Er vertraut darauf, dass die Lehrer an den Zürcher Schulen Fragen in diesem Zusammenhang sachlich, professionell und feinfühlig angehen, wie der Regierungsrat weiter schreibt.

Ebenso ist er überzeugt, dass die Schulpflegen, Schulleitungen und Lehrpersonen über genügend Kompetenzen und Erfahrung verfügen, um bei der Verteilung von privatem Informationsmaterial fallweise richtig zu entscheiden.

(sda)

Deine Meinung