Volksinitiative: EVP-Spitze will nationale Erbschaftssteuer
Aktualisiert

VolksinitiativeEVP-Spitze will nationale Erbschaftssteuer

Der Zentralvorstand der EVP will per Volksinitiative eine eidgenössische Erbschafts- und Schenkungssteuer einführen. Sie sei eine der gerechtesten Steuerarten.

Die EVP will eine Volksinitiative «für eine eidgenössische Erbschafts- und Schenkungssteuer zugunsten der AHV» lancieren.

Die EVP will eine Volksinitiative «für eine eidgenössische Erbschafts- und Schenkungssteuer zugunsten der AHV» lancieren.

Der Zentralvorstand der EVP Schweiz beantragt der Delegiertenversammlung vom 20. November in Murten, eine Volksinitiative «für eine eidgenössische Erbschafts- und Schenkungssteuer zugunsten der AHV» zu lancieren. Der Initiativtext ist weitgehend fertiggestellt.

Das Projekt laufe unter dem Arbeitstitel «Generationeninitiative», heisst es in einer Medienmitteilung der EVP vom Montag. Der Initiativtext sehe vor, dass der Bund eine Erbschafts- und Schenkungssteuer erhebt. Für direkte Nachkommen soll ein hoher Freibetrag gelten. Zur Diskussion stehen 500'000 oder eine Million Franken.

Über dieser Grenze betrüge die Steuer 10 Prozent. Für andere Erben, Bedachte und Beschenkte gälte ein Freibetrag von 25'000 Franken und ein nach dem Grad der Verwandtschaft abgestufter Tarif von maximal 40 Prozent. Ehegatten wären von der Steuer befreit.

Vom Ertrag der Erbschafts- und Schenkungssteuer erhielte der Kanton, in welchem der Erblasser seinen letzten Wohnsitz hatte bzw. der Schenkgeber seinen Wohnsitz hat, einen Anteil von einem Drittel. Die restlichen zwei Drittel gingen in den AHV-Fonds.

«Gerechte Steuer»

Die Erbschafts- und Schenkungssteuer sei eine der gerechtesten Steuerarten, heisst es im Communiqué. Sie besteuere einen Vermögensanfall, für den keine Gegenleistung erbracht werden musste.

Mit einem hohen Freibetrag werde dafür gesorgt, dass direkte Nachkommen in den meisten Fällen gar keine Erbschafts- oder Schenkungssteuer bezahlen müssten.

(sda)

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