Neuer Stadionname: EVZ ab nächster Saison in der «Bossard Arena»
Aktualisiert

Neuer StadionnameEVZ ab nächster Saison in der «Bossard Arena»

Das neue Zuger Eisstadion wird «Bossard Arena» heissen. Das Zuger Traditionsunternehmen Bossard AG hat die Namensrechte von der Stadt Zug für zehn Jahre erworben. Was die Firma dafür bezahlt hat, geben die Vertragspartner nicht bekannt.

Er sei froh, dass man einen so guten Namen gefunden habe, sagte der Zuger Stadtpräsident Dolfi Müller am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. «Mit dieser Lösung wird die Ablösung von der alten Herti-Halle gut gelingen.» Im Februar 2009 hatte das Stimmvolk deutlich Ja gesagt zum Bau des neuen Stadions. Im August 2010 kann es bezogen werden.

Der Zuger Stadtrat und der EV Zug hatten sich schon früh auf eine Teilung des Naming-Betrags geeinigt, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung des Stadtrates, der Bossard AG und des EV Zug vom Mittwoch heisst. Weil sich die Zuger Kantonalbank dann aber entschied, neu als General-Sponsor des Eishockeyklubs aufzutreten, beschloss dieser auf seinen Teil des Naming-Betrags zu verzichten.

Die Kantonalbank zahlte dem EVZ einen Beitrag von drei Millionen Franken in die Klubkasse. Mit dem Beitrag der Bossard AG und der Zuger Kantonalbank sei das vom Stadtrat anvisierte Ziel von rund fünf Millionen Franken für das Naming-Recht gut übertroffen worden, heisst es in der Mitteilung weiter.

Für guten Namen auf Franken verzichten

«Nachdem der EVZ mit der Kantonalbank einen Sponsor gefunden hatte, mussten wir nicht mehr auf Ertragsmaximierung machen», sagte Müller. Für einen guten Namen sei man auch bereit gewesen, auf ein paar Franken zu verzichten. Müller wollte den Beitrag der Bossard AG nicht beziffern, «es sind aber gut mehr als zwei Millionen Franken».

Mit dem Erlös des Namensrechts würden sich willkommene Einnahmen zur Reduzierung der Finanzierungslasten ergeben, heisst es in der Mitteilung weiter. «Ein gewisser Betrag wird in das Projekt der neuen Eishalle fliessen», sagte Müller.

Der Stadtrat wollte für das Naming ein «rennomiertes, stark lokal verankertes Unternehmen» finden. Das sei gelungen, sagte Müller. Die Bossard AG ist sich der grossen Bedeutung dieses Engagements bewusst, wie sie in der Mitteilung schreibt, und erhofft sich so den Bekanntheitsgrad des Unternehmens schweizweit zu stärken.

Schrauben-Dynastie

Die Bossard Gruppe ist ein weltweit tätiges Schrauben- Unternehmen, das in der siebten Generation geführt wird. Das Angebot rund um die Schraube umfasst den Vertrieb, die technische Beratung und die Lagerbewirtschaftung. Die Dachgesellschaft Bossard Holding AG hat ihren Sitz in Zug. Die Gruppe zählt über 1500 Mitarbeitende.

(sda)

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