Aktualisiert

Prozess in LuzernEx-Abteilungsleiter von Migrationsamt verurteilt

Ein ehemaliger Abteilungsleiter des Amts für Migration ist zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil er ein Migrationsdelikt beging.

Ein Ex-Abteilungsleiter des Amts für Migration stand wegen eines Migrationsdelikts vor dem Luzerner Bezirksgericht.

Ein Ex-Abteilungsleiter des Amts für Migration stand wegen eines Migrationsdelikts vor dem Luzerner Bezirksgericht.

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Der Mann hatte 2015 seine ausländische Freundin unterstützt, die illegal in der Schweiz einen Escort-Service betrieb.

Der Migrationsfachmann machte sich des Erleichterns des rechtswidrigen Aufenthalts und des Verschaffens einer Erwerbstätigkeit an eine Ausländerin ohne Bewilligung schuldig, wie es im Urteil des Bezirksgerichts Luzern heisst, das am Mittwoch veröffentlicht wurde. Zudem habe der Mann mehrfach gegen eine Meldepflicht für Schusswaffen verstossen.

Der Ex-Abteilungsleiter wurde zu einer auf zwei Jahre bedingte Geldstrafe von 80 Tagessätzen à je 190 Franken verurteilt. Hinzu kommen zwei Bussen von total 3500 Franken. Die Freundin des Mannes, deren Aufenthaltsort unbekannt ist, wurde ebenfalls zu einer auf zwei Jahre bedingten Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu je 30 Franken verurteilt.

Beschuldigter bestritt Vorwürfe und legt Berufung ein

Ein Verfahren gegen den Mann wegen mehrfachen Einführens von Arzneimitteln in zu grossen Mengen wurde eingestellt. Zudem wurde er vom Vorwurf des illegalen Waffenbesitzes freigesprochen.

Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. Der beschuldigte ehemalige Kantonsmitarbeiter legte Berufung ein. Er bestritt vor Gericht die Vorwürfe und verlangte einen Freispruch.

Das Bezirksgericht hält es aber für erwiesen, dass der Mann vom Escort-Service seiner Freundin wusste und sie unterstützte. So habe er ihr Geld für ein Inserat auf einer Webseite übergeben. Zudem sei auf seinem Handy einschlägiger Chat-Verkehr festgestellt worden, hält das Gericht in einer Kurzbegründung fest.

Der frühere leitende Mitarbeiter arbeitet inzwischen nicht mehr für den Kanton. Der Abteilungsleiter wurde im Verlauf des Verfahrens freigestellt und entlassen.

(sda)

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